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Autobauer:BMW baut Forschungszentrum in Unterschleißheim

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Für Autohersteller ist autonomes Fahren das wichtigste Forschungsfeld für die Zukunft.

(Foto: BMW)

2000 Mitarbeiter sollen dort künftig Technologien rund um selbstfahrende Autos weiterentwickeln. Schon im Juli soll der Umzug auf den neuen Campus beginnen.

Von Bernhard Lohr

Die Entscheidung ist gefallen: Der Autobauer BMW geht nach SZ-Informationen mit seinem Forschungs- und Entwicklungszentrum "Autonomes Fahren" nach Unterschleißheim. Der Mietvertrag wurde offenbar bereits am Montagabend unterzeichnet. Die Mitarbeiter wurden informiert.

Der Einzug auf dem Areal des Business-Campus an der Landshuter Straße soll im Juli beginnen. Damit ist die seit Wochen dauernde Hängepartie entschieden, wo der Autobauer sein Zukunftsprojekt ansiedelt, das mit 2000 hochwertigen Arbeitsplätzen für Ingenieure und IT-Fachleute einher geht.

Zuletzt hatte sich vor allem die Gemeinde Haar gute Chancen ausgerechnet, weil dort auf der so genannten Finckwiese nördliche der Wasserburger Straße ein völlig freies Areal zur Verfügung gestanden wäre, auf dem die Dibag Industriebau ein genau auf die Wünsche von BMW abgestimmtes Bebauungskonzept entwickelt hatte. Von einem "Maßanzug" war die Rede. Bis März 2018 wären die Gebäude in Haar bezugsfertig gewesen.

Doch offenbar überzeugte die Manager die Aussicht, in Unterschleißheim bereits ein Dreivierteljahr früher mit dem Umzug beginnen zu können. Dort werden bestehende Gebäude des früheren EADS-Standortes mit genutzt. Auch galt stets als großer Vorteil von Unterschleißheim, dass es näher am BMW-Sitz liegt und der Autobauer in der Nähe bereits stark engagiert ist.

So befindet sich das Forschungs- und Innovationszentrum in Milbertshofen, wo viele der Entwickler des neuen Inext-Fahrzeugs heute schon sitzen. In Garching fahren seit längerem Testfahrzeuge von BMW und die Autobahn A9 ist wie die A93 als Teststrecke für selbstfahrende Autos ausgewiesen und technisch entsprechend ausgerüstet. Der autonom fahrende Inext-BMW soll 2021 auf den Markt kommen.

Eine offizielle Stellungnahme des Konzerns zu der mit Spannung erwarteten Entscheidung, wo in der Region dieses Fahrzeug entwickelt werden soll, ist für den Vormittag angekündigt.

© SZ.de/infu

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