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Aschheim:Pump it!

So ein Pumptrack wie hier in Germering soll auch in Aschheim entstehen. Durch Hochdrücken, also Pumping, überwindet man Wellen und Hügel.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

IIn der Gemeinde entsteht ein Rundkurs mit Hügeln und Steilkurven für Biker und Skater

In Aschheim soll es möglichst bald ein neues Freizeitangebot geben: Die Gemeinde will einen so genannten Asphalt-Pumptrack bauen. Das ist ein Rundkurs mit Hügeln, den Radler, BMX-Fahrer, Mountainbiker, aber auch Skateboarder und Rollerfahrer nutzen können. Entstehen soll dieser Bikepark an der Keplerstraße neben dem Kinderspielplatz, wo sich momentan ein Skatepark und ein Basketballplatz befinden. Insgesamt ist die Fläche 1600 Quadratmeter groß. Dort soll es auch eine kleinere Anlage für Kinder geben. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstagabend beschlossen. Kosten könnte das um die 130 000 Euro. Bürgermeister Andreas Glashauser (CSU) hofft, noch in diesem Jahr mit dem Bau zu beginnen.

Die Idee für den Parcours hatte CSU-Fraktionsvorsitzender Bernhard Stilling. Sechs lange Ferienwochen seien nun gerade vorüber, in denen sicher dem ein oder anderen Kind langweilig geworden sei, sagte er. Dennoch hätten wohl die meisten Kinder und Jugendlichen zu viel Zeit mit Computerspielen verbracht und seien nur schwer zum Rausgehen zu bewegen gewesen. "Mein Sohn sagte mir, Papa, wenn es den Park schon gäbe, ich wäre jeden Tag da draußen." Auch das sei für ihn Motivation, sich für den Park einzusetzen. Um den Gemeinderäten genauer zu erklären, was ein Pumptrack überhaupt ist, war Robin Specht in der Sitzung. Er ist Mountainbike-Profi und Geschäftsleiter der Firma Radquartier aus Kirchenlamitz in Oberfranken, die seit zehn Jahren solche Tracks baut. Das Tolle an diesen Anlagen sei, dass sie von allen Menschen eines jeden Alters genutzt werden könnten, die irgendeine Art von Gefährt mit Rollen haben: also Fahrradfahrer, aber auch zum Beispiel Skateboarder. Selbst Kleinkinder könnten darauf mit ihrem Laufrad trainieren. Auf einem Pumptrack gibt es Wellen und Steilkurven. Ziel ist es, diese durch das Hochdrücken, also durch das Pumping, zu überwinden. Erst kürzlich baute die Firma ein solche Anlage in Selb in Oberfranken. Bis zu 400 Menschen würden sie regelmäßig nutzen, sagte Geschäftsführer Specht. Probleme mit den Nachbarn gebe es nicht. Solche Anlagen baut Specht auch ohne Asphalt. Die seien zwar etwa 40 000 Euro günstiger in der Anschaffung, aber teurer im Unterhalt, weil sie immer wieder hergestellt werden müssten. Auch die Genehmigung des TÜV sei aufwendiger. Deshalb entschied sich der Gemeinderat für eine asphaltierte Bahn.