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Aschheim:Abholzungen im Gemeindewald

Rothschwaiger Wald

Schädlinge wie der Borkenkäfer haben in den vergangenen Jahren viele Baumfällungen veranlasst.

(Foto: Günther Reger)

Aschheim kämpft mit Borkenkäfer und Eschentriebsterben. Im Februar sollen zahlreiche Bäume gefällt werden.

Auf einer Fläche von mehr als fünf Hektar Größe müssen im Aschheimer Gemeindewald Bäume gefällt werden. Grund dafür sind massive Schäden im Gehölz. Wie Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU) nun im Bauausschuss mitteilte, wird voraussichtlich Ende Februar mit den Arbeiten begonnen werden.

Seit 2008 wird in Bayern Eschentriebsterben beobachtet

Der Gemeindewald befindet sich im Nordosten des Gemeindegebiets und erstreckt sich auf beiden Seiten des Autobahnrings A 99. Wie Glashauser bekannt gab, sind dort in den vergangenen Jahren massive Schäden entstanden. Einerseits wurden die Fichten im Südosten der Waldfläche im vergangenen Sommer zu großen Teilen vom Borkenkäfer befallen. Die Bäume seien teils bereits abgestorben oder stünden kurz davor. Um zu vermeiden, dass der Schädling noch weitere Bäume bezieht, müssen die befallenen Fichten aus dem Wald entfernt werden.

Auch um die Aschheimer Eschen steht es nicht gut. Sie sind vom sogenannten Eschentriebsterben betroffen, das seit 2008 in bayerischen Forsten beobachtet wird. Erreger dieser Baumkrankheit ist ein Pilz, der zunächst die Blätter eines Baumes infiziert und dann in das Mark von Zweigen und Trieben und schließlich ins Holz weiterwächst. Im Laufe der Erkrankung können Blätter, Äste und Krone der Esche absterben. Da die Bestände in Aschheim stark betroffen sind, müssen voraussichtlich zahlreiche Bäume gefällt werden.

Ein Pflegekonzept für den Gemeindewald wird am 26. Januar vorgestellt

Wie die Rodungen genau ablaufen sollen und was mit dem geschlagenen Holz passiert, wird in einem Pflegekonzept festgelegt. Dieses soll in der kommenden Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag, 26. Januar, präsentiert werden. Dann geht es auch um die Kosten. Günstig dürften die Maßnahmen für Aschheim nicht werden. Da im Gemeindewald kaum Wege vorhanden sind, müssen diese für die Arbeiten erst systematisch angelegt werden. Nach den Fällungen sind Ersatzpflanzungen vorgesehen.