KreistagAnton Hofreiter kehrt zurück in die Kommunalpolitik

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Anton Hofreiter will sich wieder mehr auf den Landkreis München und die Kommunalpolitik konzentrieren.
Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Anton Hofreiter will sich wieder mehr auf den Landkreis München und die Kommunalpolitik konzentrieren. Michael Kappeler/dpa

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete wird bei der Kommunalwahl im März für seine Partei auf Listenplatz zwei für den Kreistag München-Land kandidieren.

Von Bernhard Lohr, Unterhaching

In Berlin sind für die Grünen gerade keine Ministerämter zu vergeben, und so verlegt ein politisches Schwergewicht der Partei seinen Fokus wieder stärker auf die Basis: Der ehemalige Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Anton Hofreiter, kandidiert für die Grünen im Landkreis München bei der Kommunalwahl im März auf Platz zwei ihrer Kreistagsliste. Sein Einzug in den Kreistag ist damit so gut wie sicher. Und der aktuelle Vorsitzende des Europaausschusses im Deutschen Bundestag hat nach eigenen Worten auch vor, sich im Kreistag aktiv einzubringen.

Er wolle sich dafür starkmachen, dass der Busverkehr weiter ausgebaut werde, sagte er am Dienstag auf SZ-Anfrage. Die Kommunen wolle er zudem stärker vor einer „übergriffigen EU“ schützen. „Wie die EU reinpfuscht, wie wir die Stadt- und Gemeindewerke zu führen haben“ – das gefalle ihm gar nicht. Er wolle dagegen die kommunale Selbstverwaltung stärken.

Hofreiter kommt aus Sauerlach und lebt in Unterhaching, wenn er nicht gerade in Berlin ist. Seine politische Karriere begann der heute 55-Jährige in der Kommunal- und Kreistagspolitik. Von 2002 bis 2014 gehörte er bereits dem Münchner Kreistag an. Nachdem er 2013 Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag geworden war, zog er sich jedoch aus der Kreispolitik zurück.

Bei der Kommunalwahl 2026 steht auf Platz eins der Grünen-Kreistagsliste Landratskandidatin Marion Seitz aus Aschheim, hinter Hofreiter folgen die Landtagsabgeordneten Claudia Köhler und Markus Büchler.

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