Anti-Atomkraft-Demo in München Der Kampf geht weiter

Der Protest der Atomkraftgegner geht weiter. Auch am kommenden Montag wird am Münchner Stachus eine Mahnwache zum Ausstieg aus der Atomenergie stattfinden.

Von Beate Wild

München geht auch am kommenden Montag, den 21. März, wieder gegen Atomkraft auf die Straße. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Landesverband Bayern von Bündnis 90/Die Grünen rufen zu einer Mahnwache um 19 Uhr am Stachus auf.

Bereits am vergangenen Montag protestierten mehrere tausend Atomkraftgegner am Münchner Stachus.

(Foto: dapd)

"Wir kämpfen weiter für einen Ausstieg aus der Atomenergie", sagte Rudi Remm, Sprecher des BUND. Auch wenn die Bundesregierung nun sieben Atommeiler vorübergehend vom Netz genommen habe, traue man dem Frieden noch lange nicht. "Wer weiß schon, was nach den angekündigten drei Monaten passiert?", sagte Remm. Die zeitweilige Abschaltung der Reaktoren sei doch nur Wahlkampftaktik von CDU/CSU und diene der Ruhigstellung der Bevölkerung.

Mehrere tausend Münchner hatten am vergangenen Montag für einen Ausstieg aus der Atomkraft demonstriert. Nach der Mahnwache am Stachus war es zu einem spontanen Protestzug der Teilnehmer zur Zentrale des Engergiekonzerns Eon und zur Bayerischen Staatskanzlei gekommen. Neben Rufen wie "Abschalten! Abschalten!" hatten einige hundert Demonstranten auch die sofortige Abwahl von Bundeskanzlerin Angela Merkel gefordert.

Die bayerischen Grünen haben zudem am Dienstag eine Unterschriftenaktion gestartet, die einen Stop der längeren Laufzeiten der Atomkraftwerke zum Ziel hat. Sie wollen bis zum 26. April, dem Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern auf der Straße und über das Internet sammeln. Die Unterschriften sollen anschließend Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer übergeben werden.

Weitere Anti-Atomkraft-Demonstrationen sind für den 28. März und den 4. April angekündigt.

Anti-Atomkraft-Demo in München

"Abschalten! Abschalten!"