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Anti-Atom-Demo in München:50.000 gegen die Atomkraft

Größte Ant-Atom-Demo seit Wackersdorf: In München haben Zehntausende gegen die Atompolitik der Bundesregierung demonstriert. Quer durch die Innenstadt bildeten die Demonstranten eine kilometerlange Menschenkette.

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Demonstration gegen Atomkraft

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Mit einer kilometerlangen Menschenkette haben mehrere Zehntausend Atomkraftgegner am Samstag in München gegen eine Laufzeitverlängerung der deutschen Meiler protestiert. Während die Polizei die Teilnehmerzahl auf rund 20.000 schätzte ...

Gegen Atomkraft in München

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... gingen die Organisatoren sogar von bis zu 50.000 aus. Die Kernkraftgegner bildeten eine zehn Kilometer lange Kette durch die bayerische Landeshauptstadt und brachten mit Trillerpfeifen und Plakaten ihren Unmut über die Atompolitik von Bundes- und Landesregierung zum Ausdruck.

Demonstration gegen Atomkraft

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Die Aktion sei friedlich verlaufen, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Einsatzkräfte seien vor allem damit beschäftigt gewesen, sich um den Straßenverkehr zu kümmern.Die bayerische Grünen-Fraktionschefin Margarete Bause sagte zu Beginn der Aktion vor der Staatskanzlei: "Wir wollen diesen schmutzigen Atomdeal nicht und tun alles, um ihn zu verhindern." Die Pläne der schwarz-gelben Koalition in Berlin behinderten den Umstieg auf erneuerbare Energien. "Die solare Zukunft rückt in die Ferne", kritisierte Bause und forderte ein Abschalten aller Atomkraftwerke, zuallererst des Reaktors Isar 1.

Gegen Atomkraft in München

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Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) sagte bei der Abschlusskundgebung am Odeonsplatz, mit der gesetzlichen Regelung eines Atomausstieges habe es bereits einen gesellschaftlichen Konsens gegeben. "Dass man wieder auf die Straße gehen muss, ist dem Wortbruch der Atomindustrie und der schwarz-gelben Regierung zu verdanken", kritisierte er. Ude warf der Koalition eine verantwortungslose Politik vor. "Wörter wie Nachhaltigkeitdarf darf eine solche Regierung nicht mehr in den Mund nehmen", sagte er. Die Zukunft müsse den erneuerbaren Energien gehören, es dürfe keinen Rückfall in das Atomzeitalter geben.

Demonstration gegen Atomkraft

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Organisiert hatte die Großdemonstration die "Kettenreaktion Bayern", ein breites Bündnis von Bürgerinitiativen, Umweltverbänden, kirchlichen Gruppen und Parteien. Neben SPD und Grünen gehörten auch Freie Wähler, Linkspartei und ödp dem Trägerkeis an. Die Menschenkette führte von der CSU-Parteizentrale quer durch die Stadt bis zum Bayerischen Umweltministerium. Sie führte auch an der Konzernzentrale des Energieunternehmens E.ON, an der Staatskanzlei und am Wirtschaftsministerium in der Prinzregentenstraße vorbei.

Gegen Atomkraft in München

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Die Veranstalter zeigten sich von der Beteiligung an der Demonstration "überwältigt". Bereits eine Stunde nach Beginn der Aktion habe festgestanden: "Die Menschenkette ist die größte Anti-Atom-Demonstration in Bayern seit Wackersdorf", betonten sie. Bei der zentralen Kundgebung auf dem Odeonsplatz war zum Abschluss ein Open-Air-Konzert mit Musikern wie Hans Söllner, Haindling und den Biermösl Blosn geplant. Allein die bayerische SPD hatte 25 Busse gechartert, um ihre Mitglieder nach München zu transportieren.

© sueddeutsche.de/dapd/dpa/juwe/leja/wolf
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