Nun ist es offiziell: Alina Comber wird die VHS Nord als neue Direktorin in die Zukunft führen. Die Volkshochschule im Norden des Landkreises München mit vier Standorten ist die zweitgrößte ihrer Art in Oberbayern, mehr als 700 Dozierenden und einem Angebot von etwa 1500 Veranstaltungen pro Semester. Nachdem der bereits bestellte neue Direktor Andreas Frankenhauser im Sommer überraschend abgesprungen war, hatte Comber das Amt schon kommissarisch übernommen. Seit dem 9. Oktober ist die 45-Jährige jetzt dauerhaft Direktorin, dazu wurde sie von Vertretern der vier Trägerkommunen Garching, Ismaning, Unterföhring und Unterschleißheim bestimmt.
Ob der ungewöhnlichen Umstände sei sie ein wenig in ihre neue Aufgabe hineingestolpert, sagt Comber. „Aber ich nehme diese Rolle mit großer Freude an.“ Sie spüre großen Rückhalt aus der Belegschaft und habe auch von den Dozenten sehr positive Rückmeldungen erhalten. Die studierte angewandte Sprach- und Kulturwissenschaftlerin Comber stieß 2018 zur VHS Nord und verantwortet seither den wichtigen Fachbereich Sprachen und Integration. Zusätzlich übernahm sie die Leitung der Geschäftsstelle in Unterföhring. 2024 war Comber zur stellvertretenden Direktorin aufgestiegen. Nun steht sie an der Spitze der renommierten VHS Nord, hat ein vielfältiges Programm und ein Budget von 4,7 Millionen Euro zu verwalten.
„Ich habe große Freude daran, Menschen für Bildung zu begeistern und Menschen Bildung zu ermöglichen“, sagt Comber. Als Direktorin tritt sie in die Fußstapfen von Lothar Stetz, der die VHS über 16 Jahre lang geprägt hat. Ursprünglich war der Schwabe Andreas Frankenhauser als dessen Nachfolger vorgesehen. Doch im Sommer hatten die VHS Nord und der 49-Jährige den Vertrag überraschend wieder aufgelöst. „Wir waren im Prozess des Zueinanderfindens; dabei haben wir festgestellt, dass es zwischen uns nicht ideal passt“, sagt Comber zu diesem außergewöhnlichen Vorgehen. „Ich glaube, für beide Seiten war dies die bessere Lösung.“ Die VHS habe bei allen Wirren der unerwarteten Situation hinzugelernt. „Wir müssen uns selbst mehr die Frage stellen: Was macht uns aus?“, sagt Comber.
Die erste große Aufgabe für die neue Direktorin wird sein, das Team der VHS für die Zukunft aufzustellen. Zuvorderst gilt es, die Leitung des Fachbereichs Politik und Gesellschaft neu zu besetzen, die bisher Stetz innehatte. Bis eine Nachfolge gefunden ist, wird der ehemalige Direktor den Posten kommissarisch übernehmen. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 10. November.

