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Adventskalender für Gute Werke der SZ:Spenden und helfen in schwierigen Zeiten

Corona macht auch vor dem SZ-Adventskalender nicht Halt. Die Hilfsaktion der Süddeutschen Zeitung, die ihre Leser seit nunmehr 72 Jahren begleitet, steht wie alles andere in diesem Jahr im Zeichen der Pandemie. So sollen auch die über den Adventskalender gesammelten Spenden Menschen zugute kommen, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind. Wobei es sich zeigt, dass gerade jene unserer Mitmenschen, die ohnehin Schwierigkeiten haben, ihr Leben zu meistern, auch unter den augenblicklichen Einschränkungen zum einen, den gesundheitlichen Gefahren zum anderen besonders leiden. Ob das arme Familien sind, ältere Menschen oder solche mit Behinderungen, Arbeitnehmer mit kleinen oder geringfügigen Einkommen, die schon in Zeiten ohne Kurzarbeit oder vorübergehende Stilllegung ihrer Arbeitsstätten Probleme haben, die hohen Mieten in der Metropolregion München zu bezahlen, Menschen mit psychischen Problemen, welche die verordnete Einsamkeit an die Schwelle des Ertragbaren bringt.

Insgesamt 8,2 Millionen Euro sind 2019 im Rahmen der SZ-Spendenaktion zusammen gekommen, und damit eine Million mehr als im Jahr davor. Ebenso viel, nämlich 8,2 Millionen sind auch wieder ausgeschüttet worden, an soziale Institutionen, Hilfseinrichtungen, Sozialämter, besondere Projekte, aber auch als Einzelspenden an die im Rahmen des Adventskalenders vorgestellten Fälle. Immer wieder kommt es vor, dass Leser sich melden, die gezielt einer Familie Geld geben wollen, die ihnen ganz besonders leid tut, einer allein stehende Rentnerin, die ohne Unterstützung ihre Wohnung nicht mehr verlassen kann, einem Kind, das dringend einen speziellen Rollstuhl braucht.

Nicht nur Privatpersonen spenden, auch Firmen, Künstler oder ganze Ensembles, die ihre Konzerteinnahmen für den guten Zweck geben - letzteres dürfte es allerdings in diesem Jahr kaum geben, in dem viele Künstler so gut wie gar nicht auftreten und insofern auch selbst nichts einnehmen können. Die Spenden, von denen im vergangenen Jahr 600 000 Euro in die Landkreise um München herum gingen, kommen also Einzelfällen zugute, fließen aber auch in Projekte wie Schulessen, Lebensmittelpakete oder Sportvereinsbeiträge.

© SZ vom 21.11.2020 / aja
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