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Laim/Sendling-Westpark:Gut angekommen

Herausforderung gemeistert: Karin Bößenecker und ihr Kita-Team mussten während der Corona-Zeit mit ihrer Einrichtung auch noch umziehen.

(Foto: Catherina Hess)

Während das Gemeindezentrum Namen Jesu generalsaniert wird, zieht die Kindertagesstätte aufs Gelände des Albertinums

Von Christina Seipel, Laim/Sendling-Westpark

Zum Ferienende wurde es noch mal anstrengend. "Wir haben ganz schön geschuftet", erzählt Karin Bößenecker, Leiterin der Kindertagesstätte (Kita) Namen Jesu, vom Einzug in die neue Container-Unterkunft am Westpark. Doch am Ende verlief alles nach Plan. Pünktlich zum neuen Schuljahr war das Übergangsquartier auf dem Gelände des katholischen Studienseminars Albertinum am Friedrich-Brugger-Weg 12 bezugsfertig.

Wegen einer Generalsanierung im Gebäudeensemble des Pfarramts Namen Jesu in Laim musste die kirchliche Einrichtung, die drei Kindergarten- und eine Hortgruppe mit je 25 Plätzen anbietet, für die Dauer von etwa fünf Jahren ausgelagert werden. Jetzt wurde das Interimsdomizil feierlich vom Leiter des Laimer Pfarrverbands, Dekan Georg Rieger, eingeweiht. Sein besonderer Dank ging an Stiftungsvorstand Erich Pfaffenberger und die Mitarbeiter des Albertinums für ihre Gastfreundschaft. Dass sie einen Standort unweit der Pfarrei gefunden hatten, sei nicht selbstverständlich. Ein halbes Jahr lang hatte der Laimer Pfarrverband nach einem Ausweich-Standort gesucht bis das Albertinum schließlich Unterschlupf anbot. Das Übergangsquartier, das auf dem 800 Quadratmeter großen Areal an der westlichen Rückseite des Studienseminars entstanden ist, bietet ausreichend Platz, viel Licht und Grün.

Anerkennende Worte fand die dritte Bürgermeisterin und Laimerin Verena Dietl (SPD), für die Pädagoginnen: "In diesen Zeiten einen Umzug zu stemmen, ist eine ganz große Leistung." An die 200 Kisten hätten sie ausgepackt, erinnert sich Bößenecker. Ein Kraftakt, alles unterzubringen, zumal die Kita an ihrem früheren Standort an der Stürzerstraße 37 das Pfarrheim mitnutzte und jetzt mit weniger Raum auskommen muss. Doch am Ende kommt alles in den zwei Horträumen und vier Räumen des Kindergartens unter. "Die Kinder sind gut angekommen", sagt Bößenecker. "Wir fühlen uns sehr wohl." Doch die Sehnsucht nach dem Stammhaus bleibe. "So schön es hier auch ist, mit so viel Grün, wir gehören nun mal unter den Kirchturm im Namen Jesu."

© SZ vom 05.10.2020

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