Laim Rallye durch die Alte Heimat

Aktion soll Selbstwertgefühl der Bewohner in der Siedlung stärken

Die Traditionen und Geschichten rund um die Siedlung "Alte Heimat" im östlichen Laim sollen bei einer Rallye aufgespürt werden, die am Sonntag, 14. Mai, durch die Anlage führt, die gerade in großem Stil saniert wird. Veranstalter für den Rundgang mit Quiz sind die Bewohnervertreter des Alte Heimat Arbeitskreises (Aha) und des Vereins "Jane Addams Zentrum", der das nachbarschaftliche Zusammenleben in dem Gebiet fördert.

So ein Rundgang, glauben die Initiatorinnen, könnte zum Selbstwert in der Siedlung beitragen, in der viele Menschen mit kleinem Geldbeutel leben. "Das schlechte Bild", sagt Georgia Diesener vom Aha, basiere zum Teil auf dem Eindruck, den die "verkommenen Fassaden" der Anlage erwecken, als auch vom gesellschaftlichen Bild einer Wohngegend, in der viele betagte und behinderte Menschen leben. Anlässlich der Woche der Münchner Nachbarschaftstreffs wolle man auf den Wert des Zentrums aufmerksam machen und ihren Platz in der Münchner Geschichte.

Gedacht ist die Tour nicht nur für Mieter der Siedlung, sondern auch für die gesamte Nachbarschaft. Gebärdendolmetscher werden ebenfalls vor Ort sein, um die Geschichten für Hörgeschädigte weiterzutragen. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Alte-Heimat-Treff beim Alten- und Service-Zentrum Laim, Kiem-Pauli-Weg 22.

Die Tour führt durch die Höfe bis zum Thomas-Wimmer-Haus an der Burgkmairstraße. Beim Brunnen am ASZ, beziehungsweise in der Cafeteria des Zentrums ist gegen 15 Uhr Preisverleihung. Gekürt werden diejenigen, die die vielen Fragen zur Siedlung aus der Nachkriegszeit beantworten können. Anschließend kann man dann bei Kaffee und Kuchen über das Gehörte weiter plaudern. Wer sich vorab zur Rallye anmelden möchte, kann dies auch unter der Adresse jaz.nachbarschaftsarbeit@gmail.com tun.