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Laim:Interkulturelles Musizieren

Bezirksausschuss unterstützt Musiktheater für die Schulen

Von Christina Seipel, Laim

Der afghanische Kultur- und Bildungsverein Farhang und die Musicians for a better life (MuFo), die beide schon seit Längerem in Laim aktiv sind, starten im Februar ein Projekt mit Kindern und Jugendlichen aus den Grund- und Mittelschulen des Viertels. Gemeinsam wollen sie ein interkulturelles Musiktheater mit Tänzen und Gedichten aus verschiedenen Ländern Süd- und Südwestasiens wie Afghanistan, Irak, Syrien und der Türkei auf die Beine stellen.

Um das Projekt finanziell stemmen zu können, hat Farhang nun einen Zuschuss beim Laimer Bezirksausschuss (BA) beantragt. Auch wenn für die Kommunalpolitiker einige Fragen offen blieben, fand die Idee des interkulturellen Musiktheaters insgesamt großen Anklang. Unter der Prämisse, dass die Vereine nach einem halben Jahr einen Bericht abliefern, beschlossen die Stadtviertelvertreter mit einer Gegenstimme, die gewünschte Förderung in Höhe von knapp 6400 Euro zu genehmigen.

Im Rahmen des Projekts sollen rund 30 Laimer Schüler verschiedener Herkunft die Möglichkeit erhalten, in fremde Kulturen einzutauchen und mit diesen Erfahrungen dann gemeinsam eine musikalische Geschichte zu entwickeln. Auch die Musikgruppen aus den Flüchtlingsunterkünften an der Elsenheimerstraße und an der Hans-Thonauer-Straße sollen in den Prozess einbezogen werden.

Das Ziel sei, "die Verständigung unter den verschiedenen Kulturen und die Integration der Kinder aus verschiedenen Ländern über die Musik" zu fördern, heißt es in einem Informationsblatt von Farhang. Am Ende des Projekts, das bis Dezember dieses Jahres läuft, soll das von den Schülern erarbeitete Stück im Laimer Interim aufgeführt werden.

© SZ vom 05.02.2021
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