Laim:Immer eine Augenweide

Am Wettbewerb "Mein schönster Baum" nehmen Dutzende Interessierte teil und erklären ihre Wahl mit Bildern und Gedichten

Von Christina Seipel, Laim

Der "absolute Lieblingsbaum in Laim": Für den fünfjährigen Nikolas Bedel ist das die Buche in dem kleinen Park an der Burgkmairstraße. Auch Angelika Rödl-Kähler hat sie beim Wettbewerb des Laimer Bezirksausschusses (BA) für den schönsten Baum in Laim nominiert. Bei der Preisverleihung, die in der Grundschule an der Schrobenhausener Straße stattfand, erhielten die beiden für ihren Vorschlag den ersten Preis.

Im Rahmen des Wettbewerbs "Mein schönster Baum in Laim" hatte das Stadtteilgremium die Bürger dazu aufgerufen, ihren Lieblingsbaum im Viertel zu küren. Ziel der Aktion war, die Bevölkerung grundsätzlich für den Erhalt von Bäumen zu sensibilisieren. 46 Baum-Vorschläge gingen bei der Jury ein. In Fotos, Videos, persönlichen Geschichten und selbst verfassten Gedichten beschrieben die Laimer, was den Baum für sie ausmacht, den sie auserkoren hatten. Für die Jury, der Angela Burkhardt-Keller vom Bund Naturschutz, das ehemalige BA-Mitglied Martha Mertens (SPD) und BA-Mitglied Ernst-Wolfram Schendel (CSU) angehörten, war als Kriterium für die Auswahl der drei Sieger ausschlaggebend, dass die Bäume für alle Laimer gut sichtbar sein sollten.

Dem fünfjährigen Nikolas und seinem elfjährigen Bruder Julian ist die Buche am Burgkmair-Park wegen ihrer waagrechten Äste als "Kletterbaum ans Herz gewachsen". Seit zehn Jahren habe jeder Spaziergang dort einen Zwischenstopp, erzählt die Mutter der Buben. Angelika Rödl-Kähler wiederum schätzt die Buche als "Rastplatz für Krähen, Spielwiese für Eichhörnchen und Schattenspender". Außerdem sei der Baum "immer eine Augenweide".

Auf Platz zwei wählte die Jury einen weiteren Baum im Burgkmair-Park: Die "Bilderbucheiche", ein Vorschlag von Christian Bedel. Der mehr als 200 Jahre alte Baum mit einem Stammumfang von 2,78 Metern soll bereits an diesem Ort gestanden haben als Laim noch ein kleines Bauerndorf war.

Platz drei ging an die Kastanie am Agricola-Spielplatz. Beatrice Birkhahn und Sohn Noah haben als Gründe für ihre Wahl angegeben, dass man aus den Kastanien im Herbst nicht nur lustige Figuren basteln, sondern auch Waschmittel herstellen könne.

"Das Thema scheint einen Nerv getroffen zu haben", freut sich Initiatorin Nicola Fritz (Grüne), die Vorsitzende des Ausschusses Umwelt und Baumschutz. "Der große Andrang beim Wettbewerb zeigt, dass den Laimern die Wichtigkeit der Bäume bewusst ist."

© SZ vom 19.08.2021
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