„Get up for your right, don’t give up the fight“, spielte und sang die Express Brass Band bei der Überführung des originalen Leuchtschildes der Lach- und Schießgesellschaft aus der ehemaligen Schwabinger Heimat ins neue Interimsquartier im Fat Cat. Der Kampf um die republikweit bekannteste Kabarett-Institution fand diesmal weit mehr Beachtung, als die verschlimmbessernden Rettungsbemühungen der vergangenen vier Jahre vermuten ließen.
Der neue alte Chef Till Hofmann hatte mit 50 Begleitern dieses öffentlich inszenierten Umzugs per U- und S-Bahn gerechnet, gekommen waren mindestens 500. Darunter die komplette süddeutsche Kabarettistenzunft samt österreichischer Unterstützung.
Josef Hader nämlich war dann einer der Grußredner bei der Montage und „Schiffstaufe“ des Schildes vor dem Eingang des alten Gasteigs, neben OB Dieter Reiter und Alt-OB (und „Laden-Hüter“) Christian Ude. Die wie von ihm gewohnt luzide-lustige „Festrede“ hielt Ensemble-Regisseur Sven Kemmler, der den nicht zuletzt an den „inflationären Wiederauferstehungen“ erkennbaren quasi-religiösen Status der Lach- und Schießgesellschaft betonte.
Und als wichtigste Wende hervorhob, dass jetzt „einfach wieder Programm gemacht wird, fast täglich“. Dies im ehemaligen Kleinen Konzertsaal, den nun Plakate schmücken und der noch weiter aufgerüstet werden wird bis Januar, wenn das demnächst vorgestellte Programm startet.

