Das Münchner Kreisverwaltungsreferat (KVR) und die bayerische Polizei gehen derzeit verstärkt gegen die zunehmende Zahl von gefälschten Sprachzertifikaten vor, die bei Einbürgerungs- und Aufenthaltsverfahren eingereicht werden. Wie das KVR am Mittwoch mitteilte, seien in diesem Jahr bereits mehr als 70 Fälle angezeigt worden. Auf seiner Webseite warnt das KVR vor dem Erwerb gefälschter Dokumente, die im Internet und über soziale Medien angeboten werden. Die zuständige Servicestelle für Zuwanderung und Einbürgerung (SZE) sei sensibilisiert, vorgelegte Papiere genau zu kontrollieren.
Wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München bestätigte, gehen Polizeibehörden momentan bundesweit gegen den illegalen Handel mit gefälschten Sprachzertifikaten vor. Nach Angaben der Münchner Polizei habe es bereits Anfang August in Berlin und München zwei Festnahmen wegen bandenmäßiger Urkundenfälschung gegeben.

