Süddeutsche Zeitung

Forderung der Lokalpolitiker:Kurfürstenplatz soll umgestaltet werden

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Fünf Straßen und drei Trambahngleise sorgen am Kurfürstenplatz in Schwabing für viel Chaos - nun wollen Bürgervertreter die Aufenthaltsqualität verbessern. Wie es mit dem Vorhaben weitergeht.

Er ist einer der bekanntesten Plätze Münchens, gesäumt von denkmalgeschützten Häusern und benannt nach dem Wittelsbacher Maximilian II. Emanuel - der Kurfürstenplatz in Schwabing. Jahrzehntelang war er als Künstlertreff berühmt, beherbergte die Tanzbar "La Bohème" und hinter der Hausnummer 6 die Künstlergruppe "Der Rote Reiter". Heute aber dominiert der Verkehr. Schon vor dem Ersten Weltkrieg durchquerte die erste Tram den Kurfürstenplatz, inzwischen ist die Ecke ein komplexer Knotenpunkt mit einer fünfarmigen Straßenkreuzung und einer Trambahnachse, die mehrere Linien nutzen. Aufenthaltsqualität Fehlanzeige, dafür jede Menge Konfliktpotenzial. Es mangelt an Querungsmöglichkeiten für Fußgänger, Radfahrer müssen sich zwischen Autos durchzwängen und aufpassen, nicht mit den Reifen in die Gleise zu geraten. Und nun soll auch noch die Tram-Nordtangente über den Platz fahren.

Der Kurfürstenplatz müsse umgestaltet werden, fordern deshalb Westschwabings Lokalpolitiker. "So, dass er in Zukunft für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen sicherer wird", wie es in dem Antragstext heißt. Zugleich soll sich die Aufenthaltsqualität verbessern, indem "die wenigen platzprägenden Bäume erhalten" und im Idealfall neue gepflanzt werden. Auch Sitzgelegenheiten wünschen sich die Bürgervertreter. Bei der Verwaltung rennen die Stadtteilpolitiker damit offene Türen ein. "Der Kurfürstenplatz", heißt es aus dem Mobilitätsreferat, berge "ein starkes Verbesserungspotenzial", man stehe dem Antrag daher "grundsätzlich positiv gegenüber". Wie es weitergeht, werde "aktuell verwaltungsintern abgestimmt". Der Bezirksausschuss plädiert für ein gemeinsames Treffen vor Ort - als Diskussionsgrundlage.

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