Kunst:Höllensturz

Kunst: "This land was made for you and me" von Stefanie Unruh auf der Kunstinsel am Lenbachplatz (hier eine Seite des Billboards) thematisiert Obdachlosigkeit und Gentrifizierung.

"This land was made for you and me" von Stefanie Unruh auf der Kunstinsel am Lenbachplatz (hier eine Seite des Billboards) thematisiert Obdachlosigkeit und Gentrifizierung.

(Foto: Stefanie Unruh)

Stefanie Unruh bespielt mit ihrer Installation "This land was made for you and me" die Kunstinsel am Lenbachplatz.

Von Evelyn Vogel

Auf der einen Seite putzen sich die Städte immer mehr heraus, auf der anderen suchen immer mehr Menschen nach einem würdigen Platz zum Leben. Auch in einer so reichen Stadt wie München liegen architektonische Veredelung und bittere Armut oft dicht beieinander. Saisonarbeiter lagern unter der Bavaria, schlagen ihr Lager entlang des Hofgartens oder in Baubrachen auf. Gentrifizierung und Obdachlosigkeit sind zwei Themen, mit denen sich die Münchner Künstlerin Stefanie Unruh schon lange beschäftigt. Nun bespielt sie mit ihrer Installation "This land was made for you and me" (der Titel ist angelehnt an einen alten Woody-Guthrie-Song) im Rahmen des städtischen Programms für Kunst im öffentlichen Raum bis Mitte Februar die Billboards auf der Kunstinsel am Lenbachplatz. Auf der einen Seite streben die Baukräne in absurder Verdichtung gen Himmel. Auf der anderen stürzen die Habseligkeiten eines Obdachlosen zur Erde, eine Verkehrung von Kubricks Knochen aus "2001: Odyssee im Weltraum". Der Traum vom einer besseren Welt - für manche verkehrt er sich in einen Albtraum.

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