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Kultur-Tipp:Die seltsame Ruhe im Angesicht des Todes

Sophia der Tod und ich
(Foto: Manuel Nawrot (oh))

"Sophia, der Tod und ich" des Musikers Thees Uhlmann im Zentraltheater

Zwischen Geburt und Tod ist die Zeit der Gelegenheiten, die sich Leben nennt. Am Ende kann es da aber zuweilen etwas knapp werden - zum Beispiel, um ein letztes Mal den achtjährigen Sohn zu sehen, von dem man sonst recht wenig mitbekommen hat. So ergeht es dem Helden in dem Roman "Sophia, der Tod und ich" des Musikers Thees Uhlmann, der allein von der Struktur bestens für die Bühne geeignet ist. Dialogische Passagen wechseln sich ab mit szenischen Beschreibungen und Kommentaren aus dem Off. So plötzlich der Tod vor der Tür des Protagonisten steht, so unerwartet ziehen sich die letzten Lebensmomente in die Länge, als Ex-Freundin Sophia auftaucht und sich die drei in absurde Diskussionen verstricken. Und über allem schwebt die Erkenntnis: "Wenn man etwas erlebt, was wirklich seltsam ist, bleibt man seltsam ruhig." Das Zentraltheater München, Paul-Heyse-Straße 28, bringt die Geschichte nun unter Regie von Max Wagner auf die Bühne. Premiere ist am Dienstag, 15. September, 20 Uhr. Weitere Vorstellung sind am Mittwoch, Donnerstag und Freitag, jeweils um 19 und 20.45 Uhr. Karten gibt es unter ☎ 30 65 94 86 oder per E-Mail an karten@zentraltheater.de.

© SZ vom 14.09.2020 / stz

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