Kultur Kanadier Nakajima soll Akustik für Münchner Konzertsaal planen

Tateo Nakajima soll für den Konzertsaal in München die Akustik planen.

(Foto: Cukrowicz Nachbaur Architekten/dpa)

Der Akustik-Experte war unter anderem schon für den Klang der Konzertsäle in Montreal, São Paulo und Breslau verantwortlich.

Der kanadische Akustik-Experte Tateo Nakajima soll im neuen Münchner Konzertsaal für den richtigen Klang sorgen. Sein Büro Arup wurde nach einem Vergabewettbewerb mit der Planung der Akustik beauftragt, wie das bayerische Bauministerium am Donnerstag mitteilte. Nakajima war unter anderem schon für die Akustik der Konzertsäle in Montreal, São Paulo und Breslau verantwortlich.

"Ich freue mich, dass der nächste Schritt auf dem Weg zu einem erstklassigen Konzerthaus nun ansteht", sagte Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU) am Donnerstag laut Mitteilung. "Der Klang bildet die Seele eines Konzerthauses, er macht das Haus unverwechselbar."

Nakajima soll nun mit dem Architekturbüro Cukrowicz Nachbaur aus Bregenz zusammenarbeiten, das 2018 den Zuschlag für die Planung des neuen Konzerthauses im Münchner Werksviertel bekommen hat. Das Haus soll vor allem dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks eine musikalische Heimat werden. Dort herrschte Freude über den Auftrag für Nakajima. Die von ihm geplanten Säle zählten zu den "herausragenden Konzertsälen der Welt" und hätten die Musiker "über alle Maßen beeindruckt und begeistert".

Die Bauarbeiten für das Konzerthaus werden wohl nicht vor 2022 beginnen. Momentan befindet sich bis Ende 2021 auf dem Standort noch das nach Angaben des Herstellers größte Riesenrad Deutschlands, das an diesem Wochenende eröffnet wird.

Ursprünglich wurde berichtet, Nakajima sei Japaner. Das ist so nicht der Fall, er ist Kanadier. Wir haben den Fehler korrigiert.

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