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Kuh-Provokateure:Tierquäler ab in den Stall

Wenn Hyperaktive auf Rinderweiden "rumkaspern", um Tiere in Panik zu versetzen ("Unkuhl" vom 30. Juni), ist das Tierquälerei im Sinne des § 1 Tierschutzgesetz: "(...) Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen." Dagegen dürfte der Landwirt im Sinne des Nothilferechts § 229 BGB (auch handgreiflich) zur Gefahrenabwendung einschreiten.

Ich würde mir wünschen, dass die Challenger auf Weiden gelangen, die von einem Herdenschutzhund bewacht werden, auf denen sich Stiere aufhalten oder Mutterkühe ihre Kälber verteidigen. Dann würde wohl das alte Sprichwort greifen: "Übermut tut selten gut!" - oder variiert: "Quäle nie 'nen Stier zum Scherz, denn sonst fühlst du bald den Schmerz." Zur Ahndung solcher Straftaten (auf eingezäunten Weiden könnte es auch Haus-/Landfriedensbruch sein) schweben mir als tätige Reue Sozialstunden auf einen Bauernhof vor, mit zweimal täglich händisch Stall ausmisten! Leopold Mayer, Mistelgau

© SZ vom 04.07.2020
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