Man stelle sich vor: Ein Roboter in Robe, der mit schnarrender Stimme im Gerichtssaal zum Plädoyer ansetzt: "Sehr verehrte Damen und Herren, Hohes Gericht!" Wird so die Zukunft der Justiz aussehen, mit Künstlicher Intelligenz (KI) auf der Verteidiger- oder sogar Richterbank? "Nein", lacht Christina-Maria Leeb, "dazu wird es nicht kommen." Vor Gericht gehe es nicht nur um Recht, "da menschelt es auch". Trotzdem sieht die Mitarbeiterin der Stabsstelle Legal Tech im Justizministerium enormes Potenzial, wie KI die Arbeit der Juristen verändert wird.
Rechtsprechung:Welche Rolle KI künftig in der Justiz spielt
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Juristin Christina-Maria Leeb lotet am Justizministerium in München aus, wie Künstliche Intelligenz Gerichte entlasten kann. Sitzt bald KI auf der Richterbank?
Von Susi Wimmer

Urteil zum KI-Einsatz an der Uni:Eine kluge Bewerbung - zu gut, um echt zu sein
Weil er im Bewerbungsverfahren Künstliche Intelligenz genutzt haben soll, hat die TU München einem Studenten die Zulassung verweigert. Vor Gericht bekam die Uni recht. Der Fall wirft Fragen auf.
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