Süddeutsche Zeitung

Royaler Besuch:Empfang beim Stellvertreter

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Weil Ministerpräsident Markus Söder noch in Berlin konferiert, tritt Staatskanzleichef Florian Herrmann am Montagabend in der Residenz als Gastgeber für Norwegens Kronprinz Haakon auf.

So einen Empfang muss man auch können - im Flutlicht und spontan mit einem neuen Gastgeber. Weil Ministerpräsident Markus Söder (CSU) länger in Berlin bei der Ministerpräsidentenkonferenz bleiben musste, stand stattdessen Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Montagabend am roten Teppich im Hofgarten, um Norwegens Kronprinz Haakon zu empfangen. Gut, die beiden kannten sich schon von der Begrüßung am Flughafen nachmittags. Und Royals lassen sich ohnehin nicht so leicht aus dem Konzept bringen. Der Thronfolger legte eine geübte Vorstellung hin: gemütliches Schlendern, linke Hand in der Hosentasche, eine schwungvolle Unterschrift ins Gästebuch unter den Augen von Herrmann und Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) und ab zum Empfang in die Residenz.

Der 50-Jährige besucht auf seiner viertägigen Tour durch Deutschland zunächst die bayerische Landeshauptstadt, bevor er nach Hamburg und Berlin weiterreist - wo Kronprinzessin Mette-Marit dazustoßen wird. Zusammen mit Regierungsvertretern und einer Wirtschaftsdelegation will Haakon auf seiner Reise durch die Republik die guten Bande zwischen Deutschland und Norwegen festigen und stärken.

Bei seiner Ankunft am Flughafen München wurde der norwegische Kronprinz am Montag zunächst von Herrmann in Empfang genommen. Am Abend stand dann ein Festessen im Kaisersaal der Münchner Residenz an, Kronprinz Haakon begrüßte die Gäste mit den Worten "Grüß Gott alle miteinand!". Am Dienstag geht das Besuchsprogramm mit Fragen der Rüstung und Verteidigung weiter. Geplant ist auch ein Besuch beim Rüstungsproduzenten Krauss-Maffei Wegmann.

Kernthemen der Visite sind nach Angaben der norwegischen Botschaft Wirtschaft, Energie, Schifffahrt, Verteidigung und Kultur. Zudem solle die Wertegemeinschaft beider Länder etwa in Fragen der Demokratie betont werden, hieß es. Außerdem will sich das öl- und gasreiche Norwegen in Energiefragen als starker wirtschaftlicher Partner zeigen.

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