Er sei „so schön wie eine dunkelblaue Wasserlilie“, steht in der Vishnu Purana. Die indische Schriftensammlung ist schwer datierbar, auf jeden Fall sehr alt, aber liest sich stellenweise modern wie ein Konzertbericht in der Bravo: Seine Arme waren lang, sein Brustkorb breit gewölbt, seine Nase markant, heißt es da, seine Füße standen fest auf dem Boden, er hatte rote, aufgebogene Zehennägel, seine Brust trug das Zeichen der Glückslocke. Wer hier beschrieben ist, ist nicht ein Popstar im Bühnengewand, sondern der Mensch gewordene Gott Krishna. Weibliche Fans, die er mit seiner Flöte betörte, hatte der auch, jede Menge. Es steht geschrieben, dass 16 108 Kuhhirtinnen, Gopis, „ihm verfallen waren“.
Krishna-Ausstellung in MünchenMit einem Rockstar zum Popstar der indischen Götterwelt
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Warum fasziniert Krishna Musiker von den „Beatles“ bis Nina Hagen? Ein Besuch in der Sonderschau des Museums Fünf Kontinente mit Robert Ehrenbrand, Bassist der New Yorker Hardcore-Band „Boysetsfire“ und wildester Yogalehrer Münchens.
