Süddeutsche Zeitung

Kriegsfilm:Männer mit Mission und Munition

"The Outpost - Überleben ist alles" will auch jene überzeugen, die eigentlich keine Kriegsfilme mögen.

The Outpost ist ein Kriegsfilm, der die überzeugen möchte, die keine Kriegsfilme mögen. Er basiert auf dem 2012 erschienenen Sachbuch des CNN-Journalisten Jake Tapper und fiktionalisiert das militärische Versagen der Schlacht von Kamdesh: 54 Soldaten mussten sich am 3. Oktober 2009 auf einem Außenposten in der afghanischen Provinz einer Übermacht an Taliban stellen - eigentlich ausweglos. Die US-Soldaten treffen auf die einheimische Bevölkerung, sie versuchen diese zur Kooperation beim Wiederaufbau zu bewegen. Sie kommen aber kaum voran, die ständigen Angriffe der Taliban bestimmen den Alltag. Es ist ein beeindruckendes Setting, in dem The Outpost spielt; dieses tiefe Tal im Hindukusch, strategisch schlecht und ohne Zufahrtswege gelegen. Regisseur Rod Lurie hat selbst in der US-Army gedient; er weiß also, wovon er erzählt. Angeführt wird die Truppe von Scott Eastwood (Clints Sohn), Caleb Landry Jones und Orlando Bloom, man sieht aber auch erfrischend viele unbekannte Gesichter. In der zweiten Hälfte des Films wird vor allem gekämpft, doch auch das in kunstvollen staubigen Kameraeinstellungen und mit viel Munition. Denn die Mission der Männer lautet: Überleben! Für die Familien zu Hause, die Freundin oder auch den geliebten Hund.

The Outpost - Überleben ist alles, Regie: Rod Lurie

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Quelle:
SZ vom 16.09.2020 / fhrn
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