Die Bundesregierung will die Regelungen zur Krankschreibung verschärfen. So soll die telefonische Krankschreibung, die während der Corona-Pandemie eingeführt worden war, wieder abgeschafft werden. Auch soll in Zukunft eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) bereits vom ersten Tag der Erkrankung an bei den Krankenkassen vorgelegt werden. Bislang war das erst am vierten Tag verpflichtend. Die Entrüstung über diesen Reformkurs bei den Hausärzten ist groß. Auch bei Wolfgang Ritter. Er ist Facharzt für Allgemeinmedizin und arbeitet in einer Praxis in München-Sendling. Seit 2022 ist der 58-Jährige auch Vorsitzender des Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes.
Streit um die Krankschreibung„Jetzt können sich die Patienten nicht auskurieren, sondern fluten die Praxis“
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Die Entrüstung über die angekündigte Reform bei der Krankschreibung ist groß – insbesondere bei den Hausärzten. Allgemeinmediziner Wolfgang Ritter erklärt, woher die Proteste rühren und schlägt vor, wie der Krankenstand stattdessen reduziert werden könnte.
Interview von Nicole Graner
