Konzert in der Olympiahalle„Kraftklub“ verlieren in München ihre Angst vor der Teilbestuhlung

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„Wir haben keinen Bock auf Rassismus, keinen Bock auf Homophobie“, sagt Felix Kummer in der Olympiahalle.
„Wir haben keinen Bock auf Rassismus, keinen Bock auf Homophobie“, sagt Felix Kummer in der Olympiahalle. Johannes Simon

Die Olympiahalle war binnen eines Tages ausverkauft, aber die linke Chemnitzer Party-Band hat „Bammel“ vor den Sitzplätzen. Zu unrecht, das Kraftklub-Konzert wird zur Randale-Zentrale.

Kritik von Michael Zirnstein

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Man muss das verstehen, diese Angst junger Bands vor teilbestuhlten Konzerten. Denn auf den Sitzen sitzen nicht die, die nicht stehen können, sondern die, die sitzen wollen. Die Es-sich-Bequem-Macher. Stimmungsbremser. Die im Geiste Alten. Die Gegenteile jener Ungestümen, die bei der Band Kraftklub seit 2014 das große Feiervorbild ist: „Meine kleine Schwester macht Randale in der Stadt.“ Das klingt niedlich und gefährlich zugleich, denn sie ist „ein bisschen verrückt“, „blutverschmiert, gut frisiert“, hat „Fäuste wie Stahlbeton“ und „ein Ego wie Donkey Kong“. Also, so wird gefeiert bei Kraftklub: „Hey, Randale, Randale, Randale“, die schwarzen Fahnen schwingen, und die Menge rastet aus.

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Von Michael Zirnstein

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