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Kontrollen:1900 Radler am Marienplatz verwarnt

Fahrradverbot am Münchner Marienplatz, 2016

Nur zwischen 21 und 9 Uhr drüfen Radler über den Marienplatz fahren.

(Foto: Stephan Rumpf)

Eine Verschärfung sei laut KVR derzeit nicht notwendig. Doch Stadträte der Fraktion Bürgerliche Mitte bemängeln, dass sich viele Radler nicht um das Verbot scheren.

Von Anna Hoben

Seit Mai dieses Jahres haben Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung 1909 Radfahrer auf dem Marienplatz angehalten und verwarnt. Das berichtet Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle als Antwort auf eine Stadtratsanfrage. So hätten in den vergangenen Monaten 31 Kontrollen an der Baustelle Hugendubel stattgefunden. Bis zum Ende der Bauarbeiten solle es weitere Kontrollen geben.

Seit Mitte Februar ist der Marienplatz für den Bus, Rad- und Autoverkehr gesperrt. Grund ist eine Fahrbahnverengung durch die Sanierung des Hugendubel-Hauses. Radfahrer dürfen die Durchfahrt vom Rindermarkt zum Marienplatz seitdem nur von 21 Uhr bis 9 Uhr nutzen. Stadträte der Fraktion Bürgerliche Mitte bemängelten, dass sich viele Radler darum nicht scherten und zu wenig kontrolliert werde. Dem widerspricht das KVR.

Von Februar bis April seien Radfahrer an der Stelle täglich über die neue Regelung informiert worden - 17 711 insgesamt. Verwarnungen werden erst seit Mai ausgesprochen. Unfälle oder gefährliche Situationen seien bei den Proben nicht festgestellt worden. Eine Verschärfung sei daher nicht nötig. Wer tagsüber auf dem Rad erwischt wird, muss 15 Euro bezahlen. Die meisten, so Böhle, seien einsichtig und zahlten gleich an Ort und Stelle.

© SZ vom 19.12.2016 / hob
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