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Konflikt in der CSU München:Hohlmeier entschuldigt sich

Bayerns Kultusministerin hat für ihr Verhalten gegenüber CSU-Parteifreunden entschuldigt:"Ich wollte niemanden persönlich angreifen". Ihre Kritiker namen die "honorige Erklärung" an. Zuvor hatten Kabinettskollegen bereits ihren Rücktritt thematisiert.

Nach tagelangen Querelen hat sich Bayerns Kultusministerin Monika Hohlmeier (CSU) für ihr Verhalten gegenüber Parteifreunden entschuldigt. Die von der Münchner CSU verbreitete Erklärung hat folgenden Wortlaut:

"In einer Sitzung mit Kreisvorsitzenden und Mandatsträgern ist bei meinen Kollegen der von mir nicht gewollte Eindruck entstanden, dass ich sie unter Druck setzen oder in Misskredit bringen wollte.

Ich bedaure, dass mein Verhalten in dieser Weise missverständlich war und von den Beteiligten als verletzend empfunden wurde. Dafür entschuldige ich mich und versichere, dass ich niemanden persönlich angreifen wollte."

Ergänzend heißt es in der Mitteilung: "Otmar Bernhard, der designierte Nachfolger von Monika Hohlmeier (im Vorsitz der Münchner CSU), betonte, dass die Angelegenheit mit dieser Erklärung für die Beteiligten erledigt sei."

Ministerkollegen hatten bereits von Rücktritt gesprochen

Die Entschuldigung von Bayerns Kultusministerin ist bei ihren Kritikern positiv aufgenommen worden. Der CSU-Landtagsabgeordnete Thomas Zimmermann sagte, er nehme die Entschuldigung an. "Das ist eine sehr honorige Erklärung."

Damit sei die Sache für ihn erledigt. Zimmermann und sein Landtagskollege Ludwig Spaenle hatten Hohlmeier zuvor vorgeworfen, Parteifreunde mit Drohungen erpresst zu haben.

Zuvor hatten mindestens zwei Kabinettskollegen von Monika Hohlmeier bereits von ihrem Rücktritt gesprochen. Nach Informationen des Münchner Merkur hatten die Minister "hinter vorgehaltener Hand" die Erwartung geäußert, dass Hohlmeier nicht mehr zu halten sei.

Auch große Teile der CSU-Fraktion im Landtag hatten nach Angaben des Blatts einen baldigen Rücktritt der Ministerin erwartet. Als möglicher Nachfolger wurde Wissenschaftsminister Thomas Goppel gehandelt.

Ein Sprecher von Ministerpräsident Edmund Stoiber verwies am Samstag auf dpa-Anfrage auf die Aussage des Ministerpräsidenten aus dieser Woche - Hohlmeier sei und bleibe eine erfolgreiche Kultusministerin.