Der Komponist Enno Poppe im PorträtDie Einsamkeit des Komponisten

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Das Schönste am Komponisten-Dasein ist für Enno Poppe, dass die Menschen in seiner Musik etwas finden, was er selbst darin gar nicht gesehen hat.
Das Schönste am Komponisten-Dasein ist für Enno Poppe, dass die Menschen in seiner Musik etwas finden, was er selbst darin gar nicht gesehen hat. (Foto: Harald Hoffmann/Ricordi)

Als die anderen Kinder Popmusik hörten, fand Enno Poppe Dvořák toll und beschloss, Komponist zu werden. Heute ist er einer der einflussreichsten unserer Zeit.

Von Reinhard J. Brembeck

„Ich wollte immer nach Köln, das war das Zentrum für neue Musik. Das war gar keine Frage.“ Das sagt Enno Poppe, ein jugendlich schlaksiger Mann mit roten Haaren, kurz nachdem er seine Wohnungstür in Berlin geöffnet hat; dort lebt er seit Ewigkeiten. Poppe, 54 Jahre alt, ist einer der erfolgreichsten Komponisten; seine zupackende Musik leuchtet Hörern wie Musikern unmittelbar ein. An diesem Samstag, 7. Dezember dirigiert er das Nachtkonzert des Münchener Kammerorchesters in der Pinakothek der Moderne, am Donnerstag darauf spielt die Truppe einen seiner Liederzyklen. Seine Stücke heißen, das ist typisch Poppe, „Wald“, „Schlaf“, „Filz“ und „Augen“. Warum? Klar, das wird Poppe immer gefragt. Also warten wir ein bisschen mit dieser Frage.

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