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Nach Wahlerfolg:Volt-Stadtrat schließt sich SPD-Fraktion an

Der erstmals in den Stadtrat gewählte Volt-Einzelkämpfer Felix Sproll geht eine Fraktionsgemeinschaft mit der SPD ein. Der 27-jährige Finanzberater hatte schon kurz nach der Kommunalwahl Gespräche mit mehreren im Rathaus vertretenen Parteien geführt und ist nun, mit Zustimmung seines Parteivorstands, zu den Sozialdemokraten gegangen. Die politischen Programme passten sehr gut zusammen, erklärte Sproll, der unter anderem auch mit den Grünen, der FDP und der ÖDP gesprochen hatte. Zudem habe es auf der menschlichen Ebene mit der SPD gut geklappt. Die jetzige Auswahl sei keine Entscheidung gegen die Grünen, sondern vielmehr für die SPD, so Sproll, dessen europafreundliche Partei 1,8 Prozent erhalten hatte. Aus seiner Sympathie für ein grün-rotes Bündnis macht der Volt-Politiker kein Geheimnis. Er habe sich aber definitiv für die SPD entschieden, egal, welche Allianz künftig regiert. "Allein wollte ich keinesfalls bleiben", sagt Sproll.

Mit dem Neumitglied wächst die mit der Wahl geschrumpfte SPD-Fraktion auf 19 Mitglieder an. "Wir wollten uns öffnen", berichtet SPD-Fraktionschefin Verena Dietl. Gerade die Europathemen würden mit Sproll gut abgedeckt - der Volt-Stadtrat soll sich vorrangig um dieses Themenfeld, aber auch um Wirtschaft kümmern. "Die SPD und Volt - das passt." An diesem Freitag führt die SPD Sondierungsgespräche mit den Grünen. Eine solche Koalition hätte nun, die mit den Grünen zur Fraktionsgemeinschaft verbundene Rosa Liste inklusive, 43 von 80 Stadtratsmandaten.

© SZ vom 03.04.2020 / dh

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