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Kommunalwahl in Untergiesing-Harlaching:Klimaneutraler Stadtbezirk

"Bündnis fürs Viertel": Günther Görlich will in den Stadtrat

Das neue "Bündnis fürs Viertel" tritt unter diesem Namen mit einer gemeinsamen Liste zur Kommunalwahl an. Die Gruppe entstand, nachdem die parteifreie Vizevorsitzende des Bezirksausschusses (BA 18), Melanie Kieweg, zusammen mit dem Grünen-Vertreter Brar Braren aus der Grünen-Fraktion ausgetreten war und sich mit dem zweiten BA-Vize Günther Görlich (Freie Wähler) zusammengetan hatte. Görlich war 2014 nach seinem Austritt aus der FDP-Fraktion an der Spitze einer Liste von Freien Wählern und ÖDP angetreten. Inzwischen ist mit Bernhard Mannl ein weiterer Grüner zur neuen Fraktion übergewechselt, der aber nicht kandidiert. Das Bündnis gruppiert sich nun aus Freien Wählern, ÖDP und unabhängigen Kandidaten.

An der Spitze der Liste kandidiert Görlich. Der 58-jährige studierte Politologe ist selbständig in der Seniorenbetreuung und -beratung tätig und als Seniorenbeauftragter des BA nahe am Thema. Auf der Stadtratsliste der Freien Wähler kandidiert Görlich auf Platz acht. Auf Platz zwei der neuen BA-Liste folgt ihm Petra Schedlbauer. Die Rechtsanwaltsgehilfin und Yogalehrerin kandidiert auch auf der ÖDP-Liste für den Stadtrat. Den dritten Listenplatz hält Kieweg, als langjähriges BA-Mitglied ebenso bekannt wie als Untergiesinger Stadtteilaktivistin. Mit dem Physiker Ernst Feicht (Jahrgang 1942), der heute als Honorarprofessor an der TU München lehrt, folgt auf Platz vier wieder ein Mitglied der ÖDP. Auf Platz fünf der 18-köpfigen Liste bewirbt sich der jetzt parteifreie Ex-Grüne Braren, im BA derzeit Baumschutzbeauftragter und Vorsitzender des Unterausschusses für Kultur und Veranstaltungen. Das Viertel-Bündnis setzt sich vor allem zum Ziel, Untergiesing-Harlaching zu einem der ersten klimaneutralen Stadtbezirke Münchens zu machen und fordert Vorrang für den Umweltschutz sowie eine "Nachverdichtung mit Augenmaß". Auf der sozialen Agenda stehen Integration und Inklusion für Kinder und Jugendliche, der Ausbau der Kinderbetreuung und gezielte Maßnahmen gegen Armut und Einsamkeit im Alter.

© SZ vom 24.01.2020 / raj
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