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Kommunalwahl in Schwabing:Trio gegen SPD-Vormacht

Freie Wähler, ÖDP und Parteilose eint gemeinsames Ziel

Freie Wähler, ÖDP und Parteilose treten bei der Kommunalwahl am 15. März in Schwabing-West mit einer gemeinsamen Liste an - mit dem Ziel, die "jahrzehntelange Vorherrschaft der SPD im Bezirksausschuss aufzubrechen". Dabei haben die Freien Wähler nur einen einzigen Bewerber: Spitzenkandidat Felix Stahl. Der Verwaltungsoberinspektor sitzt bereits seit sechs Jahren im Stadtteilgremium und will sich in der kommenden Amtsperiode vor allem für mehr "günstigen Wohnraum und das konstruktive Zusammenwirken zwischen Bürgerschaft und Stadtverwaltung" engagieren. Auf Platz zwei bis neun der Liste folgen dann durchgehend Kandidaten der ÖDP, bevor sich mit der Heilpraktikerin Marianne Starke die erste Parteilose findet, die sich für ihr Viertel einsetzen möchte.

Maria Müller, gesetzt auf Rang zwei nach Stahl, ist Hausmeisterin. Ihr liegen insbesondere "funktionierende Nachbarschaften und einen zu Fuß und per Rad gut erlebbaren durchgrünten Stadtbezirk" am Herzen. Auf Müller folgt Johannes Lieb, der Studienabschlüsse in Finanzwirtschaft und Kulturwissenschaften hat und sich daher um die bürgerorientierte Verwendung des BA-Budgets kümmern will. Elektrotechniker Jürgen Kaiser auf Platz vier hat dagegen flächensparendes und energieeffizientes Bauen im Fokus, Ernährungsberaterin Johanna Greckl will sich besonders für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen einsetzen. Der Politologe und Integrationslehrer Theo Sarikas, zu finden auf Rang sechs, wünscht sich "leise Trambahnen auf begrünten Gleisen mit Seitenstreifen voller Wildblumen". Und die Sozialarbeiterin Alicia Tischer auf dem siebten Listenplatz will vor allem den Jungen Ökologen (JÖ) eine Stimme im Stadtbezirk geben.

© SZ vom 17.02.2020
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