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Kommunalwahl in Schwabing:Ehrgeizige Ziele

Erstmals kandidiert Die Linke für den Bezirksausschuss

Bislang waren Politiker der Linkspartei nicht in den Münchner Bezirksausschüssen vertreten. Bei der Kommunalwahl im März soll sich das ändern, die Partei stellt erstmals in einigen Stadtteilgremien Kandidaten zur Wahl. Schwabing-West ist einer dieser Stadtbezirke. Auf der Liste der Partei finden sich 13 Kandidaten, "unser Ziel ist es, mit acht oder neun Prozent der Stimmen drei dieser Leute in den BA zu bringen", sagt Christian Schwarzenberger, der selbst auf Platz 7 rangiert.

Zugpferd der Westschwabinger Linken ist Schauspieler Rudi Knauss. Der 62-Jährige ist bekannt aus Kinofilmen wie "Der Baader Meinhof- Komplex" sowie Fernsehproduktionen von "Tatort" und "Rosenheim Cops". Er kämpft aber auch als Mieteraktivist seit Jahren für mehr bezahlbaren Wohnraum in der Stadt und gegen den Abriss und die Entmietung von Gebäuden. Ihm folgt auf Rang 2 Franka Segelbacher. Die Steuerfachangestellte und vierfache Mutter will den Fokus auf zusätzliche Angebote für Jugendliche legen und sich dafür einsetzen, auch im nördlichen Teil des Stadtbezirks zwischen Hohenzollernstraße und Scheidplatz einen Nachbarschaftstreff zu bekommen. Platz 3, 4 und 5 schließlich belegen drei junge Männer, 28 und 24 Jahre alt. Theo Glauch ist promovierter Physiker und hat den Ausbau von Radwegen, ökologische und kulturelle Themen im Blick, Konstantin Ritts Herz schlägt für Urban Gardening. Und Gewerkschafter Maximilian Kadach will sich um soziale Fragen kümmern. Vor Ingenieur Schwarzenberger kandidiert auf Position 6 der Liste außerdem Christoph Köhler, ein 69-jähriger, emeritierter Soziologie-Professor, der bis vor drei Jahren an der Universität Jena gelehrt hat und sich als Vielradler ebenfalls für verkehrliche Belange interessiert.

Weitere Listenplätze: 7. Christian Schwarzenberger, 8. Marvin Lüben, 9. Oliver Zillig, 10. Ralf Krüger, 11. Hans-Peter Gase, 12. Elias Lukas, 13. Rosi Mittermaier-Mühldorfer.

© SZ vom 10.01.2020 / eda