Kommunalwahl in München Zwölf Bewerber für den OB-Posten

Am deutlichsten liegt die Wählergruppe Hut über dem Soll: Bei der Kommunalwahl in München werden wohl 14 Parteien und Gruppen um die Stimmen der Wähler werben. Zwölf Bewerber wollen Oberbürgermeister werden.

Von Dominik Hutter

Auf den Stimmzetteln für die Kommunalwahl am 16. März werden aller Voraussicht nach zwölf Bewerber für das Amt des Oberbürgermeisters sowie 14 Kandidatenlisten für den Stadtrat stehen. Das gab das Kreisverwaltungsreferat bekannt - bis zur Sitzung des Wahlausschusses an diesem Dienstag sind die Angaben jedoch nur vorläufig.

Sämtliche Parteien und Gruppierungen, die derzeit im Stadtrat vertreten sind, treten erneut an: SPD, CSU, Grüne, FDP, Linke, Freie Wähler, Rosa Liste, ÖDP, Bayernpartei sowie die rechtsextreme Bürgerinitiative Ausländerstopp. Dazu kommen die Wählergruppe Hut, Alternative für Deutschland, die Freiheit und die Piraten, die alle bis zum Ende der Eintragungsfrist am Montagmittag die für Neulinge gültige Hürde von 1000 Unterstützerunterschriften gemeistert haben.

Am deutlichsten liegt die Wählergruppe Hut über dem Soll - mit 1407 Unterschriften für die Stadtratsliste. Bei den Piraten dagegen ist es mit 1093 Unterstützern vergleichsweise knapp ausgegangen, die beiden anderen liegen dazwischen.

Kommunalwahl in München Wahlkampf mit Hut
Münchner Kommunalwahl

Wahlkampf mit Hut

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Die Zahlen können sich noch verändern - je nachdem, wie viele Unterschriften von den Behörden bei der Nachprüfung für gültig erklärt werden. Gescheitert sind wohl die Junge Liste (267 für den Stadtrat, 237 beim OB), die Violetten (52/64), die Tierschutzpartei (39/39), die Partei der Vernunft (11/16) sowie der ohne Liste angetretene OB-Kandidat Wilfried Meißner ("Anti-Korruption Reformation 2014", 5 Unterschriften).

Mit Ausnahme der Rosa Liste und der Piraten schicken sämtliche erfolgreichen Parteien und Gruppierungen auch OB-Kandidaten ins Rennen. Bei den Neulingen, die Unterschriften sammeln mussten, sind dies Wolfgang Zeilnhofer-Rath (Wählergruppe Hut), Andre Wächter (AfD) und Michael Stürzenberger (Freiheit).