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Kommunalwahl in München:Große Herausforderungen

Die CSU München-Süd will im Bezirksausschuss wieder die stärkste Fraktion stellen

Mit mehr Frauen denn je auf den vorderen Plätzen und dem Ziel, erneut die stärkste Fraktion im Bezirksausschuss (BA) Thalkirchen-Obersendling-Fürstenried-Forstenried-Solln zu stellen, geht die CSU München-Süd in die bevorstehende Kommunalwahl. Derzeit hält sie 15 von 37 Sitzen in dem Stadtteilgremium. Bei ihrer Kandidatenaufstellung wählten die Mitglieder den langjährigen Fraktionssprecher und amtierenden BA-Vorsitzenden Ludwig Weidinger auf Platz eins der Liste. Der promovierte Informatiker beschrieb das CSU-Team an seiner Seite als "vielseitig und ausgewogen", was Altersgruppen, Erfahrungen, Berufe und Kompetenzen angeht. Auf Platz zwei folgt Veronika Mirlach, Vorsitzende des CSU-Ortsverbands Solln/Thalkirchen. Mirlach kandidiert auch aussichtsreich für den Münchner Stadtrat. Sie sieht den Stadtbezirk 19 "städtebaulich vor großen Herausforderungen". Gebaut werden müsse in Zukunft sozial verträglich und mit Augenmaß, die Lebensqualität im Stadtviertel müsse trotz Nachverdichtung erhalten bleiben, fordert Mirlach. Bei der Stadtplanung und -gestaltung sei eine "echte Bürgerbeteiligung" sicherzustellen.

Dritte auf der CSU-Liste für die BA-Wahl ist Beate Meyer. Die Juristin und ehemalige Bezirksrätin ist derzeit Vorsitzende des BA-Unterausschusses Soziales. Meyer will sich weiterhin für Familien, Kinder, ältere und hilfsbedürftige Menschen einsetzen. Dazu sei es wichtig, die notwendige Infrastruktur zu schaffen, sagt die Kreisvorsitzende der Frauen-Union. Neben Kitas und Schulen bedürfe es vor allem neuer Pflegeplätze. Auf der BA-Liste folgt ihr Reinhold Wirthl, der bisherige Fraktionssprecher und Vorsitzende des BA-Unterausschusses Verkehr. Wirthls Credo: "Der Münchner Süden ist verkehrlich an der Belastungsgrenze angekommen." Rote und Grüne im Rathaus hätten es versäumt, neue U-Bahnlinien zu planen. Für die CSU sei ein "faires Miteinander der Verkehrsarten" wichtig, sagt Wirthl. Kampagnen gegen das Auto lehne seine Partei ab.

Weitere Bewerber auf der CSU-Liste sind der Rechtsanwalt Dominik Kunkel (Platz 5), die Gesundheitsexpertin Sabine Gründlinger (Platz 6), Claudia Küng (Platz 7), der Bauexperte Karl-Hans Pauli (Platz 8), der ehemalige Oberstudiendirektor Rolf Zirngibl (Platz 9), die Mittelschullehrerin Ricarda Hagemann (Platz 10), die Ex-Unternehmerin Rosemarie Merkl (Platz 11), die ehrenamtlich engagierte Rosmarie Rampp (Platz 12) sowie Anke Sponer (Platz 13), Sprecherin des Vereins "Verkehrsberuhigung München".

© SZ vom 21.01.2020
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