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Kommunalwahl in Fürstenried:Für Mäßigung beim Wachstum

Freie Wähler und ÖDP treten im Süden mit gemeinsamer Liste an

Sie setzen sich für "gemäßigtes Wachstum" sowie eine "umweltverträgliche Mobilität" ein und ziehen dafür bei der bevorstehenden Kommunalwahl an einem Strang: Die Freien Wähler (FW) und die ÖDP treten am 15. März mit einer gemeinsamen Liste zur Wahl des Bezirksausschusses (BA) Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln an. An der Spitze der 35 Kandidatinnen und Kandidaten steht die Studentin Loraine Bender-Schwering (FW), die sich besonders für ein belastbares öffentliches Nahverkehrssystem und die Entwicklung eines Stadtteilzentrums stark machen will.

Auf der Liste folgt Bender-Schwering der Software-Entwickler Conrad Lausberg (ÖDP). Sein Hauptanliegen ist ein dichtes Radwegenetz, das unter anderem die S-Bahnhöfe besser anbindet. Auf Platz drei der Gemeinschaftsliste kandidiert der Informationstechniker Christoph Söllner (FW). Er ist im Münchner Südwesten bekannt als Vorstandsmitglied des Vereins "Pro Fürstenried", der seit Jahren gegen eine massive Nachverdichtung im Bereich Appenzeller Straße, Bellinzonastraße und Forst-Kasten-Allee kämpft. Söllner liegt eine Stärkung der Bürgerbeteiligung bei baulichen Veränderungen im Stadtbezirk am Herzen. Hinter ihm rangiert auf der Liste Martina Bonertz (ÖDP). Die Umweltwissenschaftlerin will sich um den Erhalt von Grünflächen und eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs kümmern. Als weitere Bewerber um einen Sitz im BA 19 kandidieren: Helmut Gall, Frank Berghald, Andreas Schnidtmann, Andreas Braun, Isabelle Martini und Christian Angerbauer.

Freie Wähler und ÖDP setzen ausdrücklich auf "Zusammenarbeit mit allen im Bezirksausschuss vertretenen Parteien". Als "mittelfristige Ziele" geben sie eine Aufwertung des Schweizer Platzes, den Erhalt und die Entwicklung von Grünflächen, eine Verbesserung der Schulsituation sowie eine Entschärfung des Verkehrs in der Liesl-Karlstadt-Straße an. "Wir wünschen uns, dass sich die Bewohner eines der größten Bezirke Münchens gleichermaßen wohlfühlen, egal, ob sie schon immer hier wohnen, oder erst kürzlich nach München gekommen sind", erklärt das FW/ÖDP-Spitzenquartett.

© SZ vom 24.02.2020
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