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Kommunalwahl in Allach-Untermenzing:Mit Schwung und Erfahrung

Viele Neue auf der Liste der Grünen

Die Nominierung der grünen Kandidatinnen und Kandidaten für die Bezirksausschusswahl in Allach-Untermenzing dürfte keine leichte gewesen sein. Da sich ihre Mitgliederzahl innerhalb von eineinhalb Jahren auf gut 50 verdoppelt hat, galt es, eine Liste aufzustellen, die sowohl die Erfahrungen und das Wissen der "alten Hasen", als auch den Schwung der Neumitglieder berücksichtigt. Die Mischung ist offenbar gelungen: Die drei bisherigen Gremiumsmitglieder treten alle wieder an, Rafael Núñez-Kraft allerdings erst auf Platz zehn. Und auf den vorderen Rängen der 17 Plätze finden sich viele neue Namen.

Angeführt wird die Liste von Falk Lamkewitz, Unternehmer und Geschäftsführer einer Ingenieurgesellschaft und seit 27 Jahren für die Grünen im Bezirksausschuss Allach-Untermenzing. Für ihn machten die Grünen eine Ausnahme, da laut Statuten der Partei ja sonst immer eine Frau auf Platz eins sein muss. Da aber kein weibliches Mitglied Anspruch auf die Spitzenposition erhoben habe, sei er mit einem "sozialistischen Ergebnis" von hundert Prozent auf diesen Platz gewählt worden, berichtet er. Auf Platz zwei folgt seine Frau Christine Lamkewitz, ebenfalls Unternehmerin, seit zehn Jahren im Bezirksausschuss und Sprecherin des Ortsverbands. Auf Platz drei kandidiert Julia Zimprich, 33, gebürtige Untermenzingerin und als Biologin im amtlichen Naturschutz tätig.

Die anderen neuen sind Ferdinand Bohlig (Platz vier), Jurist und stellvertretender Personalvorstand im Jobcenter München, die Medizinstudentin und zugleich Politik-Neuling Hannah Lisiecki (Platz fünf), Sven Weber (Platz sechs), Geschäftsführer einer Hilfsorganisation und eines Bildungsnetzwerks in der Naturkostbranche, Nina Maria Weber, Ernährungswissenschaftlerin am Tumorzentrum München (Platz sieben) und ebenfalls neu in der Lokalpolitik, der Bauingenieur Tim Lämmle (Platz acht) sowie die Erzieherin Habibe Uysal Bohlig auf Platz neun.

Der derzeitige Grünen-Sprecher im BA, Falk Lamkewitz, kandidiert noch als Stadtrat, aber auf dem eher wenig hoffnungsvollen Platz 64, wie er selbst sagt.

© SZ vom 21.01.2020 / anna
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