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Kommunalwahl 2020:OB Reiter und ein Spitzenquartett

Die Kandidaten für den Stadtrat, die der SPD bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 ein erträgliches Ergebnis bescheren sollen, stehen schon länger fest. Nun hat sie eine Findungskommission der Partei am Montagabend erstmals in eine Reihenfolge gebracht. Diesem geheimen Vorschlag sollen am Freitagabend der Vorstand und am Samstag die Mitglieder auf einem Parteitag zustimmen. Schon von Anfang an stand fest, dass Reiter als OB-Kandidat die Liste für den Stadtrat anführen wird. Ihm werden nach Informationen der Süddeutschen Zeitung die vier Spitzen der Stadtratsfraktion folgen, auf Platz zwei die Vorsitzende Verena Dietl, dahinter ihr gleichberechtigter Partner Christian Müller und die beiden Fraktionsvizes Anne Hübner und Christian Vorländer. Diesem so erwarteten Block folgte die erste Überraschung: Auf Platz sechs wurde die Stadträtin Simone Burger nach vorne geholt, die als Münchner DGB-Chefin wohl von deren Mitgliedern viele Stimmen erhalten soll. Burger hatte in einer der vier regionalen Vorausscheidungen nur auf Platz drei bei den Frauen kandidiert und wäre so eher auf Platz 20 bis 30 der Liste gelandet. Man darf annehmen, dass sie wusste, dass die Findungskommission für sie einen der sechs zugestandenen Joker ziehen würde. Einen solchen erhielt auch der Münchner Juso-Chef Christian Köning auf Position sieben. Ihm folgt regulär Micky Wenngatz, die bei der Regionalausscheidung im Süden als erste Frau nominiert wurde. Der Liedermacher Roland Hefter wiederum auf Position neun gehört zu den Freischüssen der Kommission. Seine Kandidatur trieb Reiter ebenso persönlich voran wie die von Nikolaus Gradl (Platz 11) und Julia Schmitt-Thiel (12). In dem Block der zwölf Spitzenpositionen, aus dem zuletzt alle in den Stadtrat eingezogen waren, mischt sich noch Stadträtin Julia Schönfeld-Knor, Spitzenkandidatin aus dem Münchner Norden.