Kulturwoche in Kloster SeeonSuchers Leidenschaften in Seeon

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C. Bernd Sucher hat das Programm seiner Kulturwoche im Kloster Seeon wieder etwas wachsen lassen.
C. Bernd Sucher hat das Programm seiner Kulturwoche im Kloster Seeon wieder etwas wachsen lassen.
Robert Haas

Zum vierten Mal gestaltet der Autor und Theaterkritiker C. Bernd Sucher eine Kulturwoche im Kloster Seeon mit Lesungen, Vorträgen und Konzerten. Vom 8. bis 16. August legt er den Schwerpunkt auf jüdische Kultur.

Von Yvonne Poppek

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Ursprünglich sollte es eine einmalige Woche sein. Das Kultur- und Bildungszentrum im Kloster Seeon feierte 2023 das 30-jährige Bestehen. Der Autor und ehemalige Theaterkritiker der SZ C. Bernd Sucher kuratierte ein Programm – und feierte damit einen Erfolg. Was gut gelingt, ruft nach Wiederholung. Und so kommt es, dass Sucher in diesem Jahr zum vierten Mal eine Kulturwoche gestaltet – bei wachsendem Programm. Den Schwerpunkt legt Sucher, der seit 2025 auch Vorsitzender der Liberalen jüdischen Gemeinde München Beth Shalom ist, dieses Mal auf jüdische Kultur. Beginn ist am Samstag, 8. August.

Unter dem Titel „Oh je, oh je, wie rührt mich dies!“ treten zunächst Studierende der Bayerischen Theaterakademie August Everding auf, begleitet am Flügel von Csinszka Rédai. Sie geben einen Konzertabend mit Auszügen aus „Die Fledermaus“ bis hin zur „West Side Story“. Am Abend darauf widmet sich Sucher zusammen mit dem Schauspieler Stefan Wilkening dem Dichter Christian Morgenstern. „Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern da, wo man verstanden wird“ (9.8.) hat das Vortrags- und Lesungsformat der beliebten „Suchers Leidenschaften“, die es in dieser Woche gleich zweimal gibt: Zusammen mit der Residenztheater-Schauspielerin Barbara Horvath nimmt sich der Kulturwochen-Kurator auch die etwas unbekannteren Seiten von Heinrich Heine vor. Der Titel: „Wo Bücher verbrannt werden, verbrennt man bald auch Menschen“ (12.8.).

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Teil des Schwerpunkts zur jüdischen Kultur ist ein Kammerkonzertabend der Bratschistin Christina Biwank und der Pianistin Anne Schätz mit Werken jüdischer Komponistinnen aus den vergangenen 200 Jahren (14.8.). Zudem zählt der Abend „Jiddisch 2.0“ (13.8.) zu diesem Komplex. Hier beschäftigen sich Ingrid Resch und C. Bernd Sucher mit dem jüdischen Autor und Literaturnobelpreisträger Isaac Bashevis Singer. Im Fokus stehen Singers Erzählungen und der Blick der beiden Interpreten auf die jiddische Sprache und die jüdische Mystik.

Für sein Programm konnte Sucher auch den in London lebenden und weltweit tourenden Konzertgitarristen Christoph Denoth gewinnen (11.8.). Er dürfte der Kulturwoche noch einmal eine neue Prägung geben – und vermutlich zum Erfolg beitragen.

Suchers Seeoner Leidenschaften, Samstag, 8. August, bis Sonntag, 16. August, Kloster Seeon, Kultur- und Bildungszentrum, gesamtes Programm unter: www.kloster-seeon.de

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