München heute:Klimaaktivisten blockieren Berufsverkehr / Boxer stirbt bei Wettkampf in Garching

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München heute: Protest am Ende der Autobahnabfahrt in Fürstenried: Zwei Männer und eine Frau blockieren die vielbefahrene Straße und fordern mit Plakaten eine klimafreundlichere Politik.

Protest am Ende der Autobahnabfahrt in Fürstenried: Zwei Männer und eine Frau blockieren die vielbefahrene Straße und fordern mit Plakaten eine klimafreundlichere Politik.

(Foto: Peter Kneffel/dpa)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Thomas Anlauf

Drei Menschen sitzen am Montag im morgendlichen Berufsverkehr auf der Straße, zwei haben sich mit Sekundenkleber selbst an den Boden gefesselt. Eine friedliche Aktion von Klimaaktivisten der Gruppierung "Letzte Generation". Doch einige Personen, die da gerade im Stau stehen, reagieren äußerst aggressiv: Pressefotografen halten Szenen fest, in denen Autofahrer einen jungen Mann von der Straße zerren, ein anderer wird regelrecht verfolgt. Einer der Aktivisten erzählt später, dass ihm sogar mit einem Schlagstock gedroht worden sei. Die drei Aktivisten, zwei junge Männer und eine Frau, werden schließlich von der Polizei aufs Revier gebracht, sie haben Anzeigen wegen Nötigung im Straßenverkehr erhalten. Angesichts der Bilder fragt man sich allerdings: Was ist bloß los auf Münchens Straßen?

Die drei Menschen wollten mit ihren Mitteln auf die Klimakrise aufmerksam machen und fordern - wie viele andere in Deutschland - eine radikalen Stopp von fossilen Energieträgern wie Öl, Gas und Kohle. Im Münchner Stadtrat und auch bei Umweltschützern ist man sich weitgehend einig: Wenn ein Protest gewaltfrei bleibt, ist er legitim, auch wenn er vielleicht nicht immer legal sein mag. Dazu passt aber leider nicht die aggressive Stimmung einiger Autofahrer, die wegen einer derartigen Kundgebung handgreiflich werden. Es ist offenbar immer noch in Teilen der autofahrenden Bevölkerung so, dass Menschen ohne fahrbaren Untersatz nichts auf der Straße zu suchen haben, dafür gibt es schließlich Gehwege.

Diese Bilder vom Montagmorgen machen auf jeden Fall nachdenklich, nein, sie sind schockierend. Denn diese wenigen Autofahrer scheuen offenbar nicht vor Gewalt und Selbstjustiz zurück, um ihr vermeintliches Recht der Straße zu erhalten. Dabei sollten gerade diese Leute besonders bedenken, dass sie auch ohne drei sitzende Menschen vielleicht schon ein paar hundert Meter später ohnehin im Stau gesteckt wären. Wenn sie dann auch noch merken würden: Der Stau sind nicht die anderen, sondern man selbst ist Teil und Mitursache des Staus, wäre für alle Verkehrsteilnehmer viel erreicht, auch für Fußgänger und Radfahrer.

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