„Man muss die Besten suchen“ – so erklärte Professor Klaus Peter im Rückblick sein strategisches Konzept, als er im Jahr 2007 in den Ruhestand ging. Und ist das Konzept aufgegangen, hat er die Besten bekommen? „Nicht alle, die wir wollten, aber die meisten.“
Dass sich die LMU mit dem Prädikat „Exzellenz-Universität“ schmücken kann, ist nicht zuletzt Klaus Peters Verdienst. Er wurde 1976 auf den Lehrstuhl für Anästhesiologie an der Ludwig-Maximilians-Universität berufen. Anästhesie, von der Vorbereitung bis zur Nachbehandlung, Transfusionsmedizin und Schmerztherapie bildeten dort einige seiner wissenschaftlichen Schwerpunkte. Aber als Dekan der Medizinischen Fakultät und Ärztlicher Direktor des Klinikums Großhadern erweiterte er schon bald sein Engagement.
München bot ihm dazu ein weites Feld, das er auf seine Art – ebenso charmant wie hartnäckig im Umgang mit Berufskollegen und Politikern – zu bearbeiten wusste: Er initiierte die Kooperation mit der Harvard Medical School, ein Projekt, das zu einem neuen Ausbildungsplan fürs Medizinstudium an der LMU führte; er gehörte zu den Gründern des Münchner Biomedizinischen Zentrums; er trieb die Fusion des Klinikums Großhadern und des Innenstadtklinikums voran wie auch die Kooperation mit der Medizinischen Fakultät der TU München. Und noch vor wenigen Jahren entstand unter seiner Verantwortung das Konzept für die neu gegründete Medizinische Fakultät der Universität Augsburg. Er gehörte vielen medizinischen und wissenschaftspolitischen Gremien an, nicht zu vergessen das SZ-Gesundheitsforum, das sich auf Rat und Tat Klaus Peters viele Jahre verlassen konnte.
Klaus Peter strahlte eine Herzlichkeit aus, wie sie sich nicht zuletzt ein Patient von seinem Arzt wünscht. Er hatte auch eine Erklärung dafür: „Ich bin in meinem Beruf glücklich geworden, wie man nur irgendwie glücklich werden kann in einem Beruf.“
Am vergangenen Dienstag ist Klaus Peter im 88. Lebensjahr gestorben.

