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Klassik-Tipp:Beschwingt

Franz Lehár, 1940

Der österreichisch-ungarische Operettenkomponist Franz Lehár im Jahr 1940.

(Foto: Süddeutsche Zeitung Photo)

In der Reihe "Montagsstück" der Bayerischen Staatsoper hat es diesmal eine Operette auf den Spielplan geschafft: Tobias Ribitzki inszeniert die nur von zwei Protagonisten getragene, melodienselige sogenannte Alpenoperette "Schön ist die Welt" von Franz Lehár.

Von Klaus Kalchschmid

Nur eine einzige Operette schafft es immer wieder auf den Spielplan der Bayerischen Staatsoper: die unverwüstliche "Fledermaus". Nicht einmal Franz Lehárs "Lustige Witwe" wurde im Nationaltheater je gespielt. In der schönen Reihe "Montagsstück", die meist live, aber ohne Publikum Oper (etwa "Falstaff", "Hänsel und Gretel" oder "La Bohème") und Konzert bietet, wird nun Lehárs "Schön ist die Welt" präsentiert. Tobias Ribitzki inszeniert die nur von zwei Protagonisten getragene und bestens nach München passende melodienselige "Alpenoperette". Schauspieler Max Hopp gibt den Erzähler, Friedrich Haider dirigiert: Prinz Georg (verkörpert vom jungen Mozart-Tenor Sebastian Kohlhepp) soll standesgemäß heiraten - die Prinzessin Elisabeth (alias Sopranistin Julia Kleiter). Aber er will nicht. Sie auch nicht. Obwohl sie sich nie gesehen haben. Da fädeln ihre Eltern ein, dass die beiden sich im Berghotel treffen. Inkognito. Und weil die Berge so schön, das Skifahren so schneidig und das Bergwandern so aufregend ist, gehen sie auf Hochgebirgstour. Dann: Wetterumschwung! Und Unterschlupf in der Almhütte dank Sturm und Lawinenabgang. Am nächsten Tag steht der Heirat nichts mehr im Weg.

Montagsstück: "Schön ist die Welt", Livestream Mo., 18. Januar, 20.15 Uhr (kostenlos); ab 20. Januar, 19 Uhr kostenpflichtig, www.staatsoper.de

© SZ vom 14.01.2021
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