Was läuft im KinoFilme feiern

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Jaafar Jackson spielt Michael Jackson im Biopic über den Popstar.
Jaafar Jackson spielt Michael Jackson im Biopic über den Popstar. Glen Wilson / Lionsgate / Universal Pictures

Geburtstage, Jubiläen, Premieren und viele Filmgespräche: Im April bieten die Münchner Kinos ein recht vielseitiges Programm an.

Von Josef Grübl

Früher war es eine Kegelbahn, seit einem halben Jahrhundert werden im Hinterhof des Fraunhofer Wirtshauses Filme aufgeführt. Das Werkstattkino ist ein erstklassiges Underground-Kino, nicht nur seiner Lage im Keller wegen. Hier laufen aktuelle Arthouse-Favoriten, Raritäten und filmische Absonderlichkeiten. Filme also, die man anderswo kaum zu sehen bekommt. Anfang April wurde im Werkstattkino 50. Geburtstag gefeiert, bis Mitte des Monats läuft ein Jubiläumsprogramm, das unter dem schönen Motto Filme, die wir lieben steht.

Ebenfalls vor 50 Jahren nahm die Karriere von Michael Jackson Fahrt auf: 1976 wurde seine Boygroup The Jackson 5 in die Erwachsenenband The Jacksons umbenannt, etwa zur selben Zeit traf der jüngste der singenden Brüder den Produzenten Quincy Jones. Mit ihm nahm Michael Jackson Jahrhundertalben wie „Off the Wall“ und „Thriller“ auf. Was davon in Michael zu sehen sein wird, wird man schon bald erfahren: Das Musiker-Biopic gilt als einer der meist erwarteten Filme des Kinojahres, ab 22. April läuft er weltweit in den Kinos.

Im regulären Kinoprogramm starten im April einige weitere sehenswerte Filme, das überraschend bissige und schwarzhumorige Superstar-Vehikel Das Drama (mit Zendaya und Robert Pattinson) etwa. Mit Stars glänzt auch das stille Liebesdrama The History Of Sound: Paul Mescal und Josh O’Connor spielen Musikstudenten, die im Jahr 1917 durch das ländliche Amerika reisen, dabei Lieder aufnehmen – und sich ineinander verlieben. Für einen Oscar nominiert war der französische Animationsfilm Arco über einen kleinen Jungen, der im Regenbogenmantel auf Zeitreise geht. Und wer etwas Sitzfleisch mitbringt, darf sich auf Quentin Tarantinos Kill Bill: The Whole Bloody Affair freuen, die viereinhalb Stunden lange Fassung seiner Kinohits „Kill Bill: Volume 1 & Volume 2“.

Uma Thurman in Quentin Tarantinos „Kill Bill“.
Uma Thurman in Quentin Tarantinos „Kill Bill“. Studiocanal

Ebenfalls im April läuft der neue Film des Österreichers Adrian Goiginger („Die beste aller Welten“, „Rickerl“) an: Mit Vier minus drei verfilmte er die Lebenserinnerungen einer Frau, die alles verloren und trotzdem nicht aufgegeben hat. Ein sehr bewegender Film, den der Regisseur mit seiner fantastischen Hauptdarstellerin Valerie Pachner (ehemaliges Ensemble-Mitglied am Münchner Resi) am 13. April im City-Kino persönlich vorstellt.

Besuch hat sich auch im Schwabinger Monopol Kino angesagt: Am 8. April läuft der Dokumentarfilm Ich war ein Zeuge über ein ehemaliges Mitglied der Zeugen Jehovas. Zu Gast sind eine Aussteigerin sowie die Filmemacher Andreas Reiner und Günter Moritz, es moderiert Thorsten Schaumann von den Hofer Filmtagen. Zwei Wochen später, am 22. April, stellt im selben Kino der Schweizer Dokumentarfilmer Simon Baumann seinen Film Wir Erben vor. Darin erzählt er die Geschichte seiner Eltern, die ihren Hof in Frankreich vererben wollen – und dabei auf viele ungeklärte Fragen stoßen.

Steckenpferdeliebe: „Pferd am Stiel“ erzählt von Jugendlichen mit einem eigenwilligen Hobby.
Steckenpferdeliebe: „Pferd am Stiel“ erzählt von Jugendlichen mit einem eigenwilligen Hobby. Portau Prince Pictures / Lieblingsfilm / LarsNitsch

Im Jüdischen Gemeindezentrum am St.-Jakobs-Platz ist am 16. April Barry Levinsons auf wahren Begebenheiten basierender Spielfilm The Survivor zu sehen, darin wird die Geschichte des Profiboxers und Schoah-Überlebenden Harry Haft erzählt. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten. Am 23. April läuft bundesweit der französische Film Die reichste Frau der Welt an, der auf dem Skandal um die L’Oréal-Erbin Liliane Bettencourt basiert: Drei Tage vorher, am 20. April also, kommt der Regisseur des Films nach München: Thierry Klifa stellt seine satirische Tragikomödie dem Publikum im Gloria Filmpalast persönlich vor.

Vor allem für ein jüngeres Publikum interessant sein dürfte der deutsche Spielfilm Pferd am Stiel, der von Jugendlichen erzählt, die auf Steckenpferden Turniere austragen. Ein schräges Hobby, das hierzulande aber angeblich immer mehr Anhängerinnen findet. Der Film startet ebenfalls im April bundesweit in den Kinos, die Premiere findet in München statt: Die Regisseurin Sonja Maria Kröner stellt ihn aus diesem Anlass am 11. April im Rio Filmpalast vor.

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