„Heute zeigen wir euch unser richtig geiles Viertel!“, rufen die Freundinnen Sarah (Manon Debaille) und Dilek (Chiara Kitsopoulou) in der Eingangssequenz des Kinofilms „Pferd am Stiel“ in ihr Handy-Mikro. In die Kamera winkt Sarahs Mama Jenny aus ihrem Nagelstudio, daneben befindet sich ein bescheidener Klamottenladen. Im Döner-Laden lächeln Dileks Eltern freundlich in die Kamera, der Bruder duckt sich weg. Ein Schwenk zeigt den Hochhausblock, in dem die Wohnungen von Jennys und Sarahs Familie direkt untereinander liegen. Auf dem Platz davor probieren die coolen „New Pearls“, Klassenkameradinnen aus der Realschule, zu lauten Beats ihre Moves, aus sicherem Abstand beobachtet von ihren Mitschülern. Sehr authentisch agieren sieben Jungdarsteller, allesamt vermittelt vom Münchner Verein „Stabil“, in diesen Nebenrollen.
Kinder- und Jugendfilm „Pferd am Stiel“„Richtig geiles Viertel“: Neuperlach macht Karriere im Kino
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Der Kinderfilm „Pferd am Stiel“ erzählt von zwei Freundinnen zwischen Fremdscham und Loyalität. Welche Rolle dabei Neuperlach spielt und wie die Regisseurin Wohnblock- und „Ghetto“-Klischees vermeidet.
Von Barbara Hordych
