Was läuft im Kino?Münchner im Kinohimmel

Lesezeit: 2 Min.

Hannah Herzsprung und Maximilian Brückner in „Ein Münchner im Himmel“.
Hannah Herzsprung und Maximilian Brückner in „Ein Münchner im Himmel“. Leonine Studios

Gute Nachrichten aus den Kinos: Das Publikum kommt in Scharen, in München locken neben den großen Hits Filmreihen, Sondervorstellungen und prominente Gäste.

Von Josef Grübl

SZ bei Google bevorzugen

Schlechte Nachrichten gibt es genug, deshalb soll es an dieser Stelle mit guten Nachrichten losgehen: Weltweit ist die Zahl der Kinobesuche gestiegen. Vor allem das schon verloren geglaubte junge Publikum wolle wieder häufiger Filme auf der großen Leinwand sehen: Hat die Global Cinema Federation (GCF) in einer Studie herausgefunden. Demnach gingen wohl 78 Prozent der Unter-25-Jährigen gleich oft oder häufiger als noch vor einem halben Jahr ins Kino. Das mag vielleicht nur ein Zwischen-Hoch sein und hängt sicher mit aktuellen Hits wie Der Teufel trägt Prada 2, Michael, Glennkill – Ein Schafskrimi oder dem kommenden Blockbuster in spe The Mandalorian and Grogu zusammen. Freuen kann man sich darüber trotzdem.

Gute Nachrichten gibt es auch aus den Kinos in München, die auf ebenfalls erfolgreiche Monate zurückblicken können. Neben den genannten Hits war zuletzt vor allem deutsches Kino gefragt, aktuell kann sich das Publikum zwischen so unterschiedlichen Filmen wie Der verlorene Mann, Meine Freundin Conni 2, Der Frosch und das Wasser oder Rose entscheiden. Und wenn am 29. Mai in Berlin der Deutsche Filmpreis verliehen wird, dürften die Gewinnerfilme noch einmal in einigen Kinos zu sehen sein. Nominiert sind unter anderem die Münchner Produktionen Gelbe Briefe, 22 Bahnen oder Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke.

Start der Festival-Saison
:Das sind die schönsten Open-Airs in Bayern

Die Sensation der Saison: Der Chiemsee Reggae ist zurück. Aber auch auf anderen Wiesen in Bayern feiern die Massen wieder bei Rock-, Pop-, Techno- und Heavy-Metal-Festivals. Eines hat so gar eins der übelsten Open-Air-Probleme gelöst. Ein Wegweiser.

Von Michael Zirnstein

Nach dem Dok-Fest ist vor dem Dok-Fest: Auch wenn das 41. Internationale Dokumentarfilmfestival München gerade erst zu Ende gegangen ist, muss das Publikum nicht auf Dokumentarfilme auf großer Leinwand verzichten. Der beim Dok-Fest mit dem VFF-Preis ausgezeichnete Film Innere Emigranten ist regulär in den Kinos angelaufen, auch Daniela Magnani Hüllers Doku-Langfilmdebüt Was an Empfindsamkeit bleibt hat es bundesweit in die Kinos geschafft: Die Münchner Filmemacherin überlebte einen versuchten Femizid, 14 Jahre später kehrt sie zu den prägenden Momenten und Menschen von damals zurück. Am 20. Mai stellt sie ihren Film im Monopol Kino persönlich vor.

Prominenter Besuch hat sich am 21. Mai im Filmmuseum angekündigt: Senta Berger, die gerade erst 85 Jahre alt wurde, kommt zur Vorführung des Dokumentarfilms Die Verhoevens. Darin geht es um die berühmte Künstlerfamilie rund um Berger, ihren vor zwei Jahren verstorbenen Mann Michael Verhoeven und die beiden Söhne Simon und Luca Verhoeven. Aber auch der kürzlich verstorbene Mario Adorf und dessen Tochter, die Verhoeven-Nichte Stella Adorf, kommen zu Wort. Begleitet wird Senta Berger an diesem Abend von Regisseur Felix Moeller.

„Auf der Suche nach Irgendwas“ – eine Szene aus Franz Xaver Gernstls Film „Gernstls Reisen“.
„Auf der Suche nach Irgendwas“ – eine Szene aus Franz Xaver Gernstls Film „Gernstls Reisen“. MFA Film

Beim Filmfest München lief letzten Sommer der Dokumentarfilm Born to Fake, über den sogenannten „Fernsehfälscher“ Michael Born. Am 21. Mai stellen die Regisseure Eric Brehmer und Benjamin Rost ihren Film im City-Kino vor. Ebenfalls im City findet am 31. Mai eine Kombi aus Screening und Lesung statt: Franz Xaver Gernstl zeigt in einer Sonntags-Matinee seinen Film Gernstls Reisen – Auf der Suche nach Irgendwas, dazu liest der Dokumentarfilmer aus seinem neu erschienen Buch „Glück gehabt“. Und auch im Monopol Kino hat sich Besuch angesagt: Stella Tinbergen präsentiert am 27. Mai ihren Dokumentarfilm Henriette und Guido – Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, über eine Liebe mit psychischer Erkrankung, über Aggression und Bedürftigkeit.

Europäische Filmklassiker aus den 1980er-Jahren stehen ab 28. Mai im Werkstattkino auf dem Spielplan: Gezeigt werden Doris Dörries Kinohit Männer, Pedro Almodóvars schrille Komödie Womit hab’ ich das verdient sowie die mehrfach preisgekrönten Meisterwerke Auf Wiedersehen, Kinder und Cinema Paradiso. Zumindest auf einem Klassiker basiert der neue Film von David Dietl: Ein Münchner im Himmel ist eine sehr freie Interpretation von Ludwig Thomas berühmter Satire, der Film ist gerade erst mit einigem Erfolg in den Kinos angelaufen. Der Regisseur und sein Hauptdarsteller Maximilian Brückner sind nach der Premiere in München derzeit mit dem Film auf Bayern-Tour, am 27. Mai kommt Dietl zur Vorstellung ins Schwabinger Leopold Kino.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Dok-Fest München unter neuer Leitung
:„Der Dokumentarfilm ist das Medium der Gegenwart“

Die 41. Ausgabe des Dok-Fests München ist die erste unter der Leitung von Adele Kohout. Wer ist die erfahrene Kulturmanagerin? Was macht sie anders? Und welche Ziele hat sie für das renommierte Filmfestival in Zeiten von Sparzwängen und KI?

SZ PlusVon Bernhard Blöchl

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: