Wer früher stirbt, ist längst nicht tot. Bevor es weitergehen kann mit Wiedergeburt, Fegefeuer oder dem ewigen Nichts, müssen zunächst elementare Glaubensfragen in einem Amt im Jenseits geklärt sein. Bürokratie stirbt nie, das begreifen Resi (Sarah Mahita) und ihre junge Clique recht schnell. Nachdem sie bei einem Autounfall in Bayern ums Leben gekommen sind – kurioserweise mit der Urne ihres gestorbenen Freundes Michi im Gepäck –, landen sie in der „Zweigstelle Süddeutschland III/2“. Und verstehen die (neue) Welt nicht mehr.
„Zweigstelle“-Regisseur Julius Grimm„Der Tod ist ein Lebensthema von mir“
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„Wir werden uns jetzt um die Weiterleitung Ihrer Seele kümmern“: Bei den Damen am Empfang der Jenseits-Behörde Süddeutschland geht es freundlich, aber bürokratisch zu (Filmszene mit Johanna Bittenbinder und Luise Kinseher, von links).
Luis Zeno Kuhn/ WennDann Film GmbH„Zweigstelle“ ist eine kleine bayerische Jenseits-Komödie mit großem Esprit. Filmemacher Julius Grimm nimmt das Sterben so ernst, dass man darüber lachen kann. Das hat auch mit seiner eigenen Familiengeschichte zu tun.
Von Bernhard Blöchl
