Kino:Was sie schon immer über Sex wissen wollten

Kino: Minimalistisch: Männer lesen Texte anderer Männer.

Minimalistisch: Männer lesen Texte anderer Männer.

(Foto: Missing Films)

Publikumsgespräch zum Dokumentarfilm "Das starke Geschlecht".

Von Josef Grübl

Wenn Männer über Sex reden, geschieht das nicht selten auf Stammtischniveau. Dann wird geflunkert, gelästert, geprahlt und gelacht - intime Offenbarungen sind in solchen Runden eher unüblich. Aber sind das nicht nur gelernte Rollenbilder? Wie sieht das Verständnis männlicher Sexualität aus? Und wie hat sich diese in Zeiten verändert, in denen viel von "toxischer Männlichkeit" gesprochen wird? Mit solchen Fragen beschäftigt sich der norddeutsche Filmemacher Jonas Rothlaender in seinem beim Filmfest München 2021 uraufgeführten Dokumentarfilm "Das starke Geschlecht". Er setzt dabei auf absoluten Minimalismus: Neun Männer setzen sich nacheinander vor eine schwarze Wand und lesen die Texte anderer Männer zu ihrer Sexualität vor. Im Anschluss spricht der Regisseur mit ihnen darüber, wie das Vorgetragene auf sie wirkt. Natürlich hat er möglichst verschiedene Männer ausgewählt, machohafte oder mutlose, dominante oder devote. Auch ihre Themen und Texte sind sehr unterschiedlich. Unsicher wirken sie aber alle, jeder auf seine Art. Einmal sagt einer der Männer: "Wenn das meine Freundin hört, kriegt sie die Krise." Der Film kommt am Donnerstag, 26. Mai, in die deutschen Kinos, Jonas Rothlaender stellt ihn vorab im Rahmen einer Kinotour im Münchner Monopol Kino vor.

Das starke Geschlecht, D 2021, Filmgespräch mit Jonas Rothlaender, Mi., 25. Mai, 18.30 Uhr, Monopol Kino, Schleißheimer Straße 127; ab Do., 26. Mai, auch im Werkstattkino

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