Im kommenden September geht das Münchner Theater für Kinder in die 60. Spielzeit. Klar, dass das Team bereits mitten in den Vorbereitungen für die Feierlichkeiten mit besonderen Aktionen und Neuinszenierungen steckt. Aber noch wird gespielt in dem 1915 erbauten Jugendstilhaus an der Dachauer Straße 46, in dem es bei heißen Temperaturen glücklicherweise immer etwas kühler ist als draußen. In den letzten drei Spieltagen vor der Sommerpause gibt es sogar zwei Tickets für den Preis von einem. Zur Auswahl stehen Inszenierungen wie Die kleine Hexe nach Otfried Preußler und Rotkäppchen und der arme Wolf (18. Juli 10 bzw. 15 Uhr) oder Schneewittchen und die 7 Zwerge nach den Gebrüdern Grimm und Pippi Langstrumpfs Abenteuer nach Astrid Lindgren (19. Juli, 10 und 15 Uhr).

Während die einen ihre Türen schließen – aber nur bis 1. September – werden sie anderswo geöffnet: Das Münchner Marionettentheater beendet seine Theaterpause und startet am 25. Juli mit den Abenteuern der kleinen Maus in die neue Spielzeit. Darin geht es um die kleine Maus und ihren Mäusefreund Freddy, die eines Morgens von zwei lästigen Katern überrascht werden und einen Ausweg aus ihrer misslichen Lage finden müssen. Das Stück für Kinder ab vier Jahren stammt vom Intendanten Siegfried Böhmke und ist bis 12. August in der Blumenstraße 32 zu sehen.
Auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse wird Tschechien das Gastland sein. Dies nimmt die Internationale Jugendbibliothek zum Anlass, zwei bekannte tschechische Autoren von 14. bis 16. Juli in die Blutenburg einzuladen: „Fahr Rad!“ heißt das preisgekrönte Kindersachbuch von Ondřej Buddeus – es veranschaulicht auf informative, witzige und detailreiche Weise die Geschichte, Faszination und Technik des Fahrrads. Passend dazu wird es eine „Fahrrad(verschönerungs)werkstatt“ geben und ein Fahrradcheck vom Mobilitätsreferat angeboten (14. Juli, ab 14 Uhr).

„Das Kraken-Tagebuch“ ist Magdalena Rutovás Bilderbuch über einen Oktopus, der in den Tiefen des Meeres fasziniert den menschlichen Müll sammelt und dessen Neugier ihn schließlich auf das merkwürdige Festland der Menschen verschlägt. Mit Humor und farbenfrohen Illustrationen regt das großformatige Buch zum Nachdenken über Konsum und den Umgang mit Ressourcen an. In kreativen Upcycling-Workshops können die Kinder zudem mit der vielfach ausgezeichneten Illustratorin eigene Ideen für einen bewussten Umgang mit der Umwelt entwickeln (15. Juli, ab 15 Uhr). Die Lesungen und Workshops auf Deutsch am Nachmittag sind kostenlos für Familien und Kinder.
Mit seiner Teilnahme am 11. Kasperltheater-Festival erweist der Wiener Praterkasperl von Thomas Ettl und Elis Veiter dem Markus Wasmeier Freilichtmuseum am Schliersee eine große Ehre, ist er doch eine weit über Österreich hinaus bekannte Institution. Hausherr Markus Wasmeier freut sich sehr über diesen Besuch: „Wir hatten ja schon mehrere Bühnen aus Österreich bei unserem internationalen Festival zu Gast, aber noch nie einen so berühmten Gast wie den Praterkasperl! Ich bin schon ganz gespannt darauf, ihn kennenzulernen!“
Los geht es am 26. Juli um 11 Uhr mit Zirbelzunder aus München, die schon beim allerersten Festival aufgetreten sind. Danach gilt es um 12.15 Uhr in Kohlmaiers kuriosem Kasperltheater einer verzauberten Prinzessin zu helfen. Beim Auftritt des Praterkasperls um 13.30 Uhr dreht sich dann alles um Mützen: Dass man den Kasperl an seiner bunten Zipfelmütze erkennt, weiß man. Was aber passiert, wenn ein Bösewicht die Zipfelmütze aufsetzt und sich als Kasperl ausgibt? Und ist jemand ein Polizist, nur weil er eine Uniformkappe trägt, und ist jemand mit einer Krone auf dem Kopf auch immer ein echter König?
Bei Alice Nüßls Regenbogenkasperl aus Maisach um 14.45 Uhr hat die Großmutter ein echtes Problem, ist doch der Tortenräuber hinter ihrem Guglhupf her. Mit einem Kuchenmonster hat indes der Teufel bei Kasperls Spuikastl, der Hausbühne des Wasmeier Museums, um 15.45 Uhr zu kämpfen: Es macht einfach nicht das, was er sich als dessen Schöpfer vorgestellt hat.

