Eine Katze, ein Mann, ein Dach: Ein bisschen muss es den Rettern der Münchner Feuerwehr in der Nacht zum Sonntag vorgekommen sein wie ein Realität gewordener „Tom-und-Jerry“-Slapstick-Cartoon. In Untermenzing war eine Katze durchs Dachfenster ausgebüxt, nur um wenig später ängstlich miauend auf dem Dach festzusitzen. Höhenangst.
Die hat ihr Herrchen auch. Dennoch stieg der Mann nach Angaben der Berufsfeuerwehr auf der Kaminkehrer-Leiter hinterher, um seinen Stubentiger zu retten. Der Retter bekam die Katze tatsächlich zu fassen, hatte jetzt aber keine Hände mehr frei, mit denen er sich beim Abstieg selbst hätte festhalten können. „Nun saßen also beide auf dem Dach fest“, schreibt Feuerwehr-Sprecher Stefan Kießkalt ebenso lapidar wie zutreffend.
Ein Fall für die professionellen Retter. Alarmiert vom telefonischen Hilferuf der in der Wohnung zurückgebliebenen Frau rückten sie mit Einsatzleitwagen und Drehleiter an. Zusammen mit der Frau und einem Katzenkorb fuhren die Retter nach oben. Zuerst wurde die Katze in den Korb gesetzt und mit der Frau nach unten gebracht. Anschließend retteten die Einsatzkräfte den Retter der Katze ebenfalls vom Dach. Der Einsatzbericht endet: „Leicht zitternd durch seine Höhenangst war der Mann überglücklich, als er wieder festen Boden unter den Füßen hatte.“

