Katholische Kirche„Diese Vernachlässigung war eine Form von psychischer Gewalt“

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Das Studienseminar St. Michael in Traunstein stellt sich der Aufarbeitung der Vorwürfe ehemaliger Schüler, die Gewalterfahrungen schildern.
Das Studienseminar St. Michael in Traunstein stellt sich der Aufarbeitung der Vorwürfe ehemaliger Schüler, die Gewalterfahrungen schildern. (Foto: Volker Preußer/Imago)

Johannes Koch hat als Schüler des Erzbischöflichen Studienseminars St. Michael in Traunstein mangelnde Fürsorge erlebt – und sexuellen Missbrauch durch einen Mönch des Franziskaner-Klosters Maria Eck. Auf seine Initiative hin werden die Missbrauchsvorwürfe im Internat jetzt aufgearbeitet.

Interview von Bernd Kastner

Es ist ein besonderes Haus der katholischen Kirche: das Erzbischöfliche Studienseminar St. Michael in Traunstein. Das Jungen-Internat der Erzdiözese München und Freising wurde 1929 eröffnet, um Priesternachwuchs zu gewinnen. Einst besuchten es die Ratzinger-Brüder; Georg leitete später die Regensburger Domspatzen, Joseph wurde Papst. 2020 berichteten mehrere ehemalige Seminaristen der SZ von ihren Gewalterfahrungen dort. Nun hat das Studienseminar eine Aufarbeitung gestartet und das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik in Frankfurt beauftragt.

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Missbrauchsvorwürfe in der Katholischen Kirche
:Die dunklen Kapitel ausleuchten

Die Münchner Erzdiözese reagiert auf die Vorwürfe ehemaliger Schüler des Studienseminars St. Michael: Im September will sie Betroffene zu einem Austausch einladen - er soll "von einer Haltung des Zuhörens, der Empathie und der Aufklärung getragen sein".

SZ PlusVon Bernd Kastner

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