Acht Jahre lang war Hiltrud Schönheit das Gesicht des katholischen Kirchenvolks. Als Vorsitzende des Katholikenrats der Region München, der an der Isar als höchstes Laiengremium der Erzdiözese München und Freising mehr als 510 000 Gläubige vertritt, meldete sie sich regelmäßig kritisch und konstruktiv zu Wort: ob es um den Missbrauch in ihrer Institution ging, innerkirchliche Reformdebatten oder gesellschaftspolitische Themen. Aus familiären Gründen ist die 66-jährige Juristin jetzt nicht mehr zur Wahl angetreten. Im Amt folgt ihr der 39 Jahre alte Schwabinger Johannes Trischler nach. Der Baujurist der Stadt Freising engagiert sich unter anderem als SPD-Mitglied seit vielen Jahren in der Münchner Kommunalpolitik. Ein Gespräch über Christsein in schwierigen Zeiten.
Katholische Laien in München„Die Aufdeckung der Missbrauchstaten war ein Scheidepunkt“
Lesezeit: 5 Min.

Stabwechsel im Katholikenrat der Region München: Nach acht Jahren als Vorsitzende übergibt Hiltrud Schönheit die Führung an ihren Nachfolger Johannes Trischler.
Catherina HessEngagierte Laien sind zuweilen der Stachel im Fleisch der katholischen Kirche. Acht Jahre lang war Hiltrud Schönheit ihre Stimme. Jetzt hat die Juristin den Vorsitz des Katholikenrats in jüngere Hände gegeben.
Interview von Andrea Schlaier
